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14.09.2014

17:07 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Anleger warten auf Signale der Notenbanken

Die mögliche Loslösung Schottlands von Großbritannien und die Dauerkrise in der Ukraine belasten die Börsen. In der neuen Woche rückt die amerikanische Notenbank in den Fokus.

Bei den Anlegern an der Wall Street werden die Notenbanken wieder in den Fokus rücken. ap

Bei den Anlegern an der Wall Street werden die Notenbanken wieder in den Fokus rücken.

New YorkAn der Wall Street sah es in der vergangenen Woche nicht gut aus. Die wichtigsten Indizes verzeichneten Kursverluste, nachdem es fünf Wochen in Folge aufwärts gegangen war. Der Standardwerteindex Dow Jones und der breiter gefasste S&P 500 fielen um rund ein Prozent, der Technologieindex Nasdaq-Composite büßte 0,3 Prozent ein.

Ursache dafür waren untere anderem die Spekulationen um die Zukunft Schottlands. Sie sorgten auf den Aktien- und Devisenmärkten für Verunsicherung. In der alten Woche drückten sie das britische Pfund zeitweise auf ein Zehn-Monats-Tief von 1,6050 Dollar. Auch schottische Unternehmen wie Royal Bank of Scotland (RBS) gerieten zeitweise unter Verkaufsdruck. Der Dax gab in einer Woche ein Prozent nach.

Ein Belastungsfaktor für die Börsen ist die Dauerkrise in der Ukraine, wo die Waffenruhe zwischen der Regierung und den pro-russischen Separatisten brüchig ist. Russland hat eine Antwort auf die verschärften Sanktionen der EU angekündigt. Sollte Russland mit harten Gegenmaßnahmen reagieren, müsse mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden, betont Analyst Michail Kusmin von Investcafe.

Daneben werden die Notenbanken in der neuen Woche wieder in den Fokus rücken. Am Mittwoch gibt die Fed ihre Beschlüsse zur Geldpolitik bekannt.

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Die Commerzbank-Analysten Bernd Weidensteiner und Christoph Balz rechnen damit, dass die US-Notenbank für das Frühjahr 2015 eine Zinserhöhung signalisieren wird. „Unsere Analyse vergangener Zinszyklen spricht zudem dafür, dass die Fed die Zinsen stärker anheben dürfte als allgemein erwartet“, schreiben sie in einem Kommentar.

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