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07.09.2014

18:33 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Der Leitzins gibt die Richtung vor

Die US-Börsen sind im Aufwärtstrend. Doch wie lange bleibt die Stimmung positiv? In der kommenden Woche stehen wichtige Konjunkturdaten an, die den Ausschlag geben könnten. Und was macht der amerikanische Draghi?

Tag an den Börsen

Nach Zinssenkung: EZB stößt auf massive Kritik

Tag an den Börsen: Nach Zinssenkung: EZB stößt auf massive Kritik

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Die US-Börsen sind die fünfte Woche in Folge mit Gewinnen aus dem Handel. An der Wall Street verbesserten sich der Dow-Jones-Index und der breit gefasste S&P im Wochenvergleich um 0,2 Prozent, die Technologiebörse Nasdaq um 0,1 Prozent.
EZB-Chef Mario Draghi habe mit seiner Zinssenkung und den geplanten Wertpapierkäufen die Börsenampel auf „sanftes grün“ gestellt, sagt Sarah Brylewski, Finanzmarkt-Expertin des Brokerhauses Ayondo. „Vertrauen die großen Investoren Draghi, dann könnte auch kommende Woche der Dax gesucht sein und ein Favoritenwechsel von US-Aktien zu europäischen Blue-Chips stattfinden.“ Letztere seien vergleichsweise günstig.

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In den USA stehe die Geldpolitik der dortigen Notenbank ebenfalls im Blickpunkt, allerdings unter anderen Vorzeichen, betont Marktanalyst Andreas Paciorek vom Brokerhaus CMC Markets. Wegen der anziehenden Konjunktur befürchteten Investoren, dass die Fed die Leitzinsen früher als bislang gedacht anzieht. Aus diesem Grund sei in der neuen Woche auch an der Wall Street nicht mit größeren Kursgewinnen zu rechnen.

Der noch immer ungelöste Ukraine-Konflikt dämpfe die Stimmung zusätzlich, sagt Paciorek. Schließlich gebe es ungeachtet der ausgerufenen Waffenruhe und der geplanten Friedensgespräche immer wieder Berichte über Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und pro-russischen Separatisten.

Am Freitag wird es für Börsianer in den USA interessant, wenn die Einzelhandelsumsätze bekanntgegeben werden. Nach einer Stagnation im Vormonat prognostizieren Analysten für August ein Plus von 0,3 Prozent. Die US-Konjunktur hängt wie kaum eine andere vom Konsum ab. Aus diesem Grund werden Anleger auch ein Auge auf den Index des Verbrauchervertrauens werfen, der rund eineinhalb Stunden später auf dem Terminplan steht. Das von Reuters und der Universität von Michigan ermittelte Stimmungsbarometer für September geht Analysten zufolge leicht auf 81,5 von 82,5 Punkten zurück.

Von

rtr

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