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23.01.2011

08:00 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Die Enttäuschung ist programmiert

Die Bilanzsaison in den USA geht weiter, in der nächsten Woche legen unter anderem Chevron, McDonald's, American Express, Boeing und Microsoft Zahlen vor. Die Erwartungen könnten größer nicht sein, Enttäuschungen sind praktisch programmiert. Positive Impulse dürfte es von der US-Notenbank Fed geben.

Händler an der Wall Street: Warten auf die nächste Zahlenflut. Quelle: DAPD

Händler an der Wall Street: Warten auf die nächste Zahlenflut.

HB NEW YORK. Die Enttäuschung der US-Anleger in der kommenden Woche ist einigen Börsianern zufolge praktisch programmiert. Schließlich seien die Erwartungen an Unternehmenszahlen so hochgeschraubt, dass selbst das Gute nicht gut genug sein könnte. In dieser Bilanzsaison erntet demnach nur der Applaus auf dem Parkett, der die Prognosen bei weitem übertrifft. Dann gibt es durchaus noch Spielraum nach oben, auch wenn am Markt eher Gewinnmitnahmen auf der Tagesordnung stehen.

Die Wall Street legt also wohl die seit langem befürchtete Verschnaufpause ein, nachdem S&P und Nasdaq schon in der vergangenen Woche den Rückwärtsgang eingelegt hatten.

Vor allem in der Technologie-, Energie- und Rohstoffbranche sind die Erwartungen hoch und damit das Risiko der Enttäuschung groß, was in der kommenden Woche vor allem Energieriesen wie Chevron und ConocoPhillips bei ihrer Bilanzvorlage unter Druck setzen dürfte. Die Ergebnisse des Kupferproduzenten Freeport McMoRan Copper & Gold sowie der Großbank Goldman Sachs hatten den zuvor sehr optimistischen Anlegern schon in der abgelaufenen Woche einen Dämpfer versetzt.

Der Rückgang in führenden Sektoren sei ein klares Zeichen für Gewinnmitnahmen, sagte Marc Pado von Cator Fitzgerald in San Francisco. Der Markt steuere auf einen Rückgang von fünf bis sieben Prozent in dem traditionell schwachen Monat Februar zu.

Und dieser Rückzug habe bereits am Mittwoch begonnen. Nick Kavilas von MF Global in Chicago zeigt sich dagegen nicht ganz so pessimistisch: Der S&P werde vier bis sechs Prozent von seinem Schlusskurs am Dienstag einbüßen, prognostiziert der Analyst. In der vergangenen Woche gab der S&P 0,8 Prozent und die Nasdaq 2,4 Prozent nach. Der Dow stieg dagegen um 0,7 Prozent.

In der kommenden Woche werden sich die Anleger vor allem auf die US-Notenbank konzentrieren. Die Federal Reserve dürfte nach Erwartungen einiger Volkswirte in ihrer Erklärung am Mittwoch vorsichtig die Zeichen einer verbesserten Wirtschaftslage in den USA vermelden – vor allem bei den Verbrauchern und der Industrie. An Konjunkturdaten haben sich die Investoren am Dienstag das Verbrauchervertrauen vom Januar in den Kalender geschrieben, dazu die Aufträge für langlebige Güter am Donnerstag sowie erste Schätzungen des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal am Freitag.

Unternehmenszahlen werden von Größen wie McDonald's und American Express am Montag erwartet, von Boeing am Mittwoch sowie Microsoft und Caterpillar am Donnerstag.

Kommentare (5)

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Xavi

22.01.2011, 22:32 Uhr

"Positive impulse dürfte es von der US-Notenbank Fed geben."
.
Klar, die fälschen ein paar Statistiken und belügen die ganze Welt.

bodo

22.01.2011, 23:24 Uhr

ich kaufe grundsätzlich nur Aktien mit zweistelligem Gewinnzuwachs sowie zweistelligem Umsatzzuwachs in jedem Quartal. Leider sind solche fast nur unter den globalisierten US-Großfirmen zu finden, die seit mehr als 100 Jahren trotz Kriegen und Krisen laufend Dividenden zahlen.

aruba

23.01.2011, 08:26 Uhr

Guten Tag,...Es ist nun mal ein Unterschied wenn Mister Obama sich oeffentlich zum Ergebnis von G.E. auessert,das Management und die Arbeiter lobt.... und wenn eine griesgraemige Kanzlerin mit ihren Wassertraegern von XXL Aufschwuengen labert. Amerika ist und bleibt der Ort wo die Musik spielt ( ob zu Recht oder zu Unrecht ) ist an der boerse Scheissegal. Dass der Februar ein schlechter Monat ist, stimmt uneingeschraenkt. besten Dank

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