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03.08.2014

14:19 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Kein Sommermärchen an der Börse

Konflikte in der Ukraine und im Gaza-Streifen, Spannungen zwischen dem Westen und Russland – kein gutes Umfeld für ein Börsen-Sommermärchen. Anleger müssen sich wohl auch in der neuen Woche auf Kursverluste einstellen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Schnäppchenjäger bereits in den Startlöchern für einen Wiedereinstieg in den Aktienmarkt stehen. ap

Es bleibt abzuwarten, ob die Schnäppchenjäger bereits in den Startlöchern für einen Wiedereinstieg in den Aktienmarkt stehen.

Aktienanleger müssen sich wohl auch in der neuen Woche auf Kursverluste einstellen. „Denn so wie die Investoren in Europa die Luft aus den Aktienbewertungen lassen wollen, könnten sie dies in den USA auch tun“, sagt Sarah Brylewski, Finanzmarkt-Expertin des Brokerhauses Ayondo. „Ein Blick auf die Bewertungen bei Facebook, Twitter oder dem Biotech-Sektor zeigt, wie hoch das Korrekturpotenzial ist.“

Marktanalyst Andreas Paciorek von Brokerhaus CMC Markets verweist zusätzlich auf die weiterhin ungelösten Konflikte in der Ukraine, im Gaza-Streifen und im Irak. Diese Woche büßte der Dax 4,5 Prozent auf 9210 Punkte ein. Das war so viel wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Wovor sich Anleger hüten sollten

Falsche Sicherheit

Fühlen sie sich nicht zu sicher - denn dieses Gefühl kommt immer vor bösen Überraschungen.

Rendite ohne Risiko

Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Was man dagegen oft bekommt: Risiko ohne Rendite.

Zocken mit dem Sparschwein

Ersparnisse aus 35 Jahren harter Arbeit in eine Geldanlage zu stecken, die man nur 15 Minuten analysiert hat - böser Fehler.

Ungeduld

Hin und her macht Taschen leer: Hibbelige Finger sind der schnellste Weg, sein Geld zu verbrennen.

Halbwissen

Finger weg von Investments, die man nicht versteht. Der Test: Können Sie das Investment einem Schüler der vierten Klasse erklären?

Übersteigertes Selbstbewusstsein

Zu viel Selbstsicherheit hat noch nie gut getan. Wer meint, alle Gewinne beruhten auf Können, alle Verluste aber seien Pech, ist auf der falschen Fährte.

Daytrading

Man hat keine Chance gegen den Zufall und Super-Computer, die innerhalb von Millisekunden mehr Entscheidungen treffen als ein Anleger in einem ganzen Leben.

Crashpropheten

Hören Sie besser nicht auf Menschen, die ständig vor dem Untergang warnen. Es soll Leute geben, die 128 der letzen zwei Crashs richtig vorhergesagt haben...

Es bleibe abzuwarten, ob die Schnäppchenjäger bereits in den Startlöchern für einen Wiedereinstieg in den Aktienmarkt stünden, oder ob mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden müsse, betont Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Ein großes Thema auf dem Börsenparkett bleiben die wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland. Die Verschärfung der europäischen Sanktionen habe zwar kurzfristig kaum Einfluss auf die Konjunktur in der Euro-Zone, betont Asoka Wöhrmann, der die Investitionsentscheidungen bei Deutsche Asset & Wealth Management verantwortet. Dies könne sich aber ändern, sollten die Strafen längere Zeit bestehen bleiben oder Russland Gegenmaßnahmen ergreifen.

In den USA will Time Warner am Mittwoch seine Bücher öffnen. Hier dreht sich alles um die geplante 80 Milliarden Dollar schwere Offerte des Medienzaren Rupert Murdoch. Dessen Firma News Corp hat für Freitag die Bekanntgabe ihrer Zwischenbilanz angekündigt.

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