Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2014

16:00 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Krim im Blick, Allzeithoch im Hinterkopf

US-Anleger schauen mit Sorge auf den Konflikt im die Krim. Gleichzeitig bleibt ein Allzeithoch der US-Börsen in greifbarer Nähe. Am kommenden Mittwoch wird sich die neue Notenbank-Chefin zur Zinspolitik äußern.

Händler an der Börse New York: Anleger wagen sich nicht aus der Deckung. ap

Händler an der Börse New York: Anleger wagen sich nicht aus der Deckung.

New YorkDas Referendum auf der Krim beschäftigt die Anleger in New York. Zuletzt wollten sie sich nicht aus der Deckung wagen. „Das Votum auf der Krim wird mit Spannung erwartet“, sagte Ryan Detrick, Anlagestratege bei Schaeffer's Investment Research. Deshalb sei am Markt eine gewisse Unsicherheit zu spüren.
Westliche Staaten stufen das Referendum über eine Loslösung der Krim von der Ukraine als illegal ein. Sie drohen Russland mit Strafen, sollte sich das Land die Halbinsel einverleiben.
Die Börsenbarometer reagierten mit einer Berg- und Talfahrt. Auf Wochensicht fuhr der Dow ein Minus von 2,4 Prozent ein, der S&P verlor zwei und die Nasdaq 2,1 Prozent. Allerdings liegt das Barometer S&P-500 immer noch in Reichweite seines Rekordniveaus.
„Es wird schwieriger, ein neues Hoch zu erreichen angesichts der bevorstehenden weltweiten und geopolitischen Entwicklungen“, äußerte Andre Bakhos von Janlyn Capital. „Ich weiß nicht, ob diese Warnzeichen zu schlimmen Ergebnissen führen, aber sie müssen sicher berücksichtigt werden bei der Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung.“

Spätestens am Mittwoch werden Börsianer ihre Aufmerksamkeit wieder der US-Notenbank zuwenden. Sie rechnen fest damit, dass die Fed an diesem Tag eine weitere Reduzierung ihrer monatlichen Wertpapierkäufe ankündigen wird. Weit interessanter seien Äußerungen von Fed-Chefin Janet Yellen zur Zinspolitik. „Die Fed hatte im Dezember 2012 angekündigt, die Leitzinsen nicht anzuheben, solange die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent liegt“, sagte Commerzbank-Analyst Christoph Balz. Da dieser Wert inzwischen fast erreicht sei, werde Yellen die Aussage voraussichtlich relativieren, da die Fed für eine Zinswende noch nicht bereit sei.

Bei den anstehenden Konjunkturdaten spiele das Wetter weiterhin eine wichtige Rolle. „Das Thema ‚der harte Winter und die US-Konjunktur‘ ist leider noch nicht abgeschlossen“, sagte Balz. Schließlich habe die arktische Kälte die USA im Februar noch voll im Griff gehabt.

Am Donnerstag steht der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia (Philly Fed) auf der Tagesordnung. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Anstieg auf plus vier Punkte von minus 6,3 Zählern im Vormonat. Das Stimmungsbarometer der Fed von New York (Montag) habe sich voraussichtlich auf plus 6,5 Punkte von plus 4,48 Zählern verbessert.

Auf Unternehmensseite stehen noch einige Geschäftszahlen auf der Agenda. Für Mittwoch hat der Deutsche-Post-Konkurrent FedEx die Veröffentlichung seiner Quartalsbilanz angekündigt. Am Donnerstag folgt Adidas-Rivale Nike.

Im Blick behalten die Anleger auch General Motors. Die Opel-Mutter gerät wegen fehlerhafter Zündungen bei einigen seiner Modelle zunehmend unter Druck. Nach Einschätzung der Verbraucherschutzorganisation Center for Auto Safety gab es bei einer Pannenserie mit 303 Todesfällen deutlich mehr Opfer als bisher bekannt. GM hatte 1,6 Millionen Autos zurückgerufen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×