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02.01.2010

13:44 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Nagelprobe für Aufwärtstrend der US-Börsen

2009 hat den Märkten nach der Finanzkrise eine ansehnliche Erholung beschert, allerdings endete das Jahrzehnt für die Wall Street insgesamt unerfreulich. Das neue Jahr beginnt dabei mit alten Problemen: An den US-Börsen stehen erneut Konjunkturdaten im Fokus. Interessant sind dabei besonders die Daten vom Immobilien- und Arbeitsmarkt.

Neues Jahr, alte Sorgen: An den US-Börsen stehen Konjunkturdaten im Fokus. Quelle: ap

Neues Jahr, alte Sorgen: An den US-Börsen stehen Konjunkturdaten im Fokus.

HB NEW YORK. Trotz des letztlich erfolgreichen Börsenjahrs 2009 bleiben an der Wall Street auch im neuen Jahr die alten Sorgen im Blickpunkt. Bereits in der ersten Handelswoche 2010 werden die Anleger mit Argusaugen auf neuen Konjunkturdaten blicken, um auch zwischen den Zeilen Hinweise über Stand, Tempo und Nachhaltigkeit der Erholung zu finden. Los geht es am Montag mit dem US-Einkaufsmanagerindex der Industrie für Dezember. Experten erwarten, dass die schwächelnde Branche sich auch im Dezember mit dem Wachstum schwer tat.

Am Dienstag stehen dann Zahlen zum Immobilienmarkt an, wo die Erholung noch auf tönernen Füßen steht. Auf das größte Interesse dürften aber die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt am Freitag treffen, wo sich allmählich die Talsohle abzeichnet.

Obwohl an der Wall Street erstmals ein Jahrzehnt zu Ende ging, in dem die Investments über den gesamten Zeitraum insgesamt keinen Gewinn abgeworfen haben, dürfte 2009 den Anlegern als das Jahr der Erholung nach dem schweren Crash der Finanzkrise in Erinnerung bleiben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg auf Jahressicht um 18,8 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 23,5 Prozent, nachdem er noch Anfang März auf den tiefsten Standstand seit zwölf Jahren abgerutscht war. Der Technologie-Index-Nasdaq kletterte sogar um 43,9 Prozent in die Höhe.

Hauptmotor der Rally waren die historisch niedrigen Zinsen und die anderen Nothilfen der US-Notenbank. Sollte der Arbeitsmarktbericht nun wie schon im Monat zuvor besser ausfallen als prognostiziert, könnte das erneut Sorgen unter den Anlegern schüren, dass die Federal Reserve die Zinsen schneller anziehen könnte als bislang erwartet. Dies könnte dem zuletzt wiedererstarkten Dollar einen weiteren Schub geben, was wiederum die Börsen belasten könnte - hatten sich Dollar und Börsenkurse im vergangenen Monaten jeweils gegensätzlich entwickelt.

Investmentstratege Carmine Grigoli von Mizuho Securities erachtet die Sorgen vor einer schnelleren Straffung der Zinspolitik als unbegründet. „Nach allem, was wir von der Federal Reserve hören, scheint dies unwahrscheinlich“, sagte er. Nach einer Reuters-Umfrage erwarten die meisten Volkswirte nicht, dass die Fed die Zinsen vor Ende des ersten Quartals 2011 anhebt.

Experten gehen davon aus, dass im Dezember weitere 20 000 Jobs weggefallen sind nach rund 11 000 im November. Damit dürfte die Arbeitslosenquote wieder auf 10,1 Prozent steigen, nachdem sie zuvor überraschend auf unter zehn Prozent gefallen war. Bereits am Donnerstag waren Daten zum Arbeitsmarkt besser ausgefallen als erwartet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 26. Dezember sanken um 22 000 auf 432 000 und damit auf den niedrigsten Stand seit etwa 17 Monaten. Die US-Börsen beendeten den letzten Handelstag des Jahres dennoch mit Verlusten. Der Dow-Jones verlor 1,1 Prozent auf 10 428 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,0 Prozent auf 1115 Zähler nach. Der Nasdaq-Index sank um knapp ein Prozent auf 2269 Punkte.

Kommentare (3)

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Max

02.01.2010, 18:23 Uhr

Na, wer da von einem "erfolgreichen" börsenjahr spricht, der muss aber mit dem Kopf ziemlich weit im Sand stecken.
Es ist nur ein Scheinerfolg welcher von einer Nullzinspolitik der korrupten FED und einiger anderer korrupten banken generiert wurde.
Diese Kartenhaus kann über Nacht wieder zusammenbrechen....

aruba

02.01.2010, 18:39 Uhr

Guten Tag,....Unser Freund Max hat Recht; es handelst sich um korrupte Saecke. Jedoch warum sollten wir nicht auch versuchen uns die Taschen zu fuellen. Moral; die gastiert auf einem anderen Stern. Ja; es wird wieder alles zusammenbrechen, aber wir alle leben Damit und Davon. Mich hat die Ausdrucksweise von Monsieur Max, den Sessel gekostet ( und dies nach 30 Jahren ) in einer korrupten bank. besten Dank

zu aruba

02.01.2010, 18:47 Uhr

Wer 30 Jahre benötigt um festzustellen, dass seine
bank korrupt arbeitet, gehört schon innerhalb der
Probezeit entlassen weil er Mitwisser war. Falls es
länger dauerte, war er eh ungeeignet.

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