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12.11.2011

18:29 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Schuldenkrise, Schuldenkrise, Schuldenkrise

In der kommenden Handelswoche stehen einmal mehr Europa und die Schuldenkrise im Fokus der US-Börsen. Das aus der Ferne grüßende Weihnachtsgeschäft muss gegen die Verunsicherung der Märkte antreten. Der Ausblick.

Händler an der Wall Street. AFP

Händler an der Wall Street.

New YorkDie europäische Schuldenkrise wird auch in der neuen Woche den Takt an den US-Börsen vorgeben. Dabei dürfte die Nervosität der Anleger trotz aller Hoffnung auf eine stärkere politische Stabilität in den Problemländern Griechenland und Italien hoch bleiben. Denn das zähe Ringen um eine Übergangsregierung in Griechenland in der vergangenen Woche und die Entwicklung in Italien nach der Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte die Investoren verunsichert. Die Aussicht auf einen neuen Regierungschef in Rom gab den Märkten zum Wochenschluss aber Auftrieb. „Zuletzt hat sich die Situation im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht immer wieder geändert“, sagte Analyst Jeremy Zirin von UBS Wealth Management. Ein Ende der Irrungen und Wirrungen sei nicht abzusehen.

Viele Optimisten, die auf eine Jahresend-Rally gesetzt haben, sind inzwischen zurückhaltender. Die Furcht vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Euro-Länder hält sich und drängt zuletzt wieder ermutigende US-Konjunkturdaten und günstige Einstiegskurse in den Hintergrund. Die Anleger hoffen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Euro-Zone mehr Kapital zur Stützung des Staatsanleihen-Marktes bereitstellen. „Damit die jüngste Erholung an den Börsen weitergehen kann, müssen die Märkte wieder Vertrauen fassen, dass italienische, spanische und französische Staatsanleihen gute Geldanlagen sind“, sagte Zirin. „Solange nicht mehr Geld zur Lösung der Staatschuldenkrise zur Verfügung steht, wird die Volatilität hoch bleiben.“ Zahlreiche Anleger haben sich Experten zufolge daher auch schon auf eine neue Kurstalfahrt eingestellt und dagegen abgesichert.

Stärker in den Blick der Börse rückt allmählich aber auch das wichtige Weihnachtsgeschäft. So werden vor allem die Oktober-Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen am Dienstag mit Spannung erwartet. Insbesondere nachdem der Index von Reuters und der Universität Michigan für das US-Verbrauchervertrauen im November nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag überraschend auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen ist. Aufschlüsse über die Kauflust der US-Bürger dürfte auch die Quartalsbilanz des weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart, der Baumarktkette Home Depot und des Computerriesen Dell ebenfalls am Dienstag liefern.

Am Freitag konnte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 2,2 Prozent auf 12.153 Punkte zulegen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um zwei Prozent auf 1263 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls zwei Prozent auf 2678 Punkte. Im Wochenverlauf ergab sich damit beim Dow ein Plus von 1,4 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (13)

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Defrager

13.11.2011, 00:32 Uhr

Ich glaube, die EU und die deutschen Eliten haben sich mit dem Euro ins Knie geschossen. Es wird eine Stagnation und ein wirtschaftlicher Verfall, insbesondere beim deutschen Wirtschaftsmotor eintreten. In allen Diskussionen über die EURO- Misere hat bis heute Keiner danach gefragt, welche Auswirkungen Reallohneinbußen, Sozialkürzungen (quasi 2. Gehalt), und höhere Steuern für die Arbeitsmoral zukünftig in D. haben werden. Ich glaube, mit der Weichwährung EURO wird auch die entsprechende Arbeitsmoral kommen. Warum innovativ arbeiten und sparen fürs Alter, wenns sowieso für die Katz ist? Vermutlich wird die "Schattenwirtschaft" obermaß bekommen. Dumm gelaufen...

Account gelöscht!

13.11.2011, 06:37 Uhr

Fazit für Denjenigen, der vorausdenkt: Sparbücher leeren und das Geld in Edelmetall sicher anlegen! Der Euro geht wertmäßig den Bach runter und die EZB unter dem Goldman Menschen Draghi wird bald die Druckmaschinen anwerfen. Staatsentschuldungen über Inflation steht auf dem Fahrplan! Bürger werden so enteignet und in Deutschland kommt sicherlich früher als gedacht die Zwangshypothek auf Immobilien. Müssen ja die Schuldenstaaten noch mit deutschen Steuergeldern retten, wenns da auch Nichts mehr zu retten gibt außer die immensen Gewinne der Banken. Könnten ja noch das Renteneintrittsalter auf 85 Lebensjahre anheben, sodaß die Rentenkasse Milliarden frei bekommt und damit das niedrige Renteneintrittsalter in Italien und Griechenland finanzieren kann. Alles bezahlt der dumme deutsche Michel und die Murksel gefällt sich auch noch in ihrer Rolle als späte Rache Honneckers an Westdeutschland.

@rokober

13.11.2011, 08:46 Uhr

Hilfe !!! Aus welcher Klapsmühle hat man Sie denn rausgelassen, oder sind Sie nach durchzechter Nacht sturzbetrunken und noch auf Drogen ???
So etwas unfassbar dämliches, hab ich ja noch nie gelesen !!!

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