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14.07.2013

16:21 Uhr

Wall-Street-Ausblick

Tritt Bernanke auf die Euphorie-Bremse?

Gebannt warten die Anleger auf den Auftritt von US-Notenbankchef Bernanke vor dem Kongress. Für die US-Wirtschaft läuft es derzeit besser als erwartet. Diese Woche legen die Technologie-Giganten ihre Zahlen vor.

Fed-Chef Ben Bernanke könnte die Märkte diese Woche stärker beeinflussen. Reuters

Fed-Chef Ben Bernanke könnte die Märkte diese Woche stärker beeinflussen.

Frankfurt/New YorkDas Bekenntnis von Fed und EZB zu einer lockeren Geldpolitik wird den Aktienmärkten Börsianern zufolge auch in der neuen Woche Auftrieb geben. Einige Analysten sehen den Dow Jones bereits in Richtung neuer Rekordhochs marschieren.

Die US-Börse verabschiedete sich bei dünnen Umsätzen mit einem Plus ins Wochenende. Erfreuliche Zahlen der Großbanken JP Morgan und Wells Fargo wurden durch eine Gewinnwarnung des Deutsche-Post-Rivalen UPS in etwa ausgeglichen. Boeing verloren knapp fünf Prozent. Zuvor war bekanntgeworden, dass ein Boeing-Dreamliner auf dem Londoner Flughafen Heathrow in Brand geraten und eine andere Maschine des Typs wegen technischer Probleme nach Manchester zurückgekehrt war.

Der Dow-Jones-Index legte im Wochenvergleich um 2,1 Prozent zu, der breiter gefasste S&P-500 um 2,9 Prozent und die Technologiebörse Nasdaq um 3,5 Prozent. Mit Spannung warten Anleger auf den halbjährlichen Auftritt des US-Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem US-Kongress am Mittwoch und Donnerstag. "Dabei muss er einen verbalen Spagat wagen", sagt Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB. Auf der einen Seite wolle die Fed einen allzu starken Kursrückgang am Aktienmarkt verhindern, weil die Entwicklung an der Wall Street direkten Einfluss auf das US-Konsumverhalten habe. Die Notenbank habe aber auch kein Interesse, die Kurse weiter anzufeuern. "Er wird sicher auf die Euphorie-Bremse treten." Bernanke hatte Mittwochabend betont, dass der von einigen Anlegern bereits für September erwartete Straffung der geldpolitischen Zügel alles andere als ausgemacht sei.

Die durch diese Aussagen ausgelöste Talfahrt des Dollar ist nach Einschätzung der Analysten der Landesbank Berlin (LBB) aber nur vorübergehend. Sie sagen einen Rückgang des Euro auf 1,26 Dollar von derzeit gut 1,30 Dollar voraus. Andere Börsianer sehen das ähnlich. Schließlich werde die Fed von einer Drosselung ihrer Wertpapierkäufe, mit denen sie aktuell monatlich etwa 85 Milliarden Dollar in die Finanzmärkte pumpt, nur dann längerfristig absehen, wenn die US-Konjunktur einbricht.

Kommentare (2)

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Traumschau

14.07.2013, 16:38 Uhr

Dieser kleine "Aufschwung" ist nicht selbsttragend!
Quelle: http://www.querschuesse.de/fed-total-assets-auf-allzeithoch-mit-3504-billionen-dollar/

REALIST

14.07.2013, 21:33 Uhr

BERNANKE wird in seiner Amtszeit gar nichts tun. Er war,ist und wird im Dienste der Wall Street- Anleger sein. Arbeitslosigkeit unter 6.5% drücken, dass ich nicht lache. Es wird höchste Zeit, dass dieser Taugenichts verschwindet. Die zukünftigen Blasen warden dies bestätigen.

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