Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.07.2011

18:07 Uhr

Wall-Street-Ausblick

US-Anleger hoffen auf Quartalsüberraschungen

Die Spannung steigt an der Wall Street. Kommende Woche legen die ersten Unternehmen Zahlen für das zweite Quartal vor, darunter Alcoa, Google und JPMorgan. Investoren hoffen auf die ein oder andere positive Überraschung.

Händler an der Wall Street. Quelle: dapd

Händler an der Wall Street.

New YorkNervosität unmittelbar vor Beginn der Bilanzsaison gefolgt von Euphorie über positive Überraschungen - dieses der Wall Street eigene „Business as usual“ erwarten Beobachter, wenn in der kommenden Woche der Startschuss für die Unternehmensberichte vom zweiten Quartal fällt. Geplagt von Zweifeln an den Konjunkturaussichten hatten Analysten ihre Prognosen zuletzt deutlich heruntergeschraubt.

Und noch sehr präsent ist den Anlegern der Schreck über den enttäuschenden Arbeitsmarktbericht, der die Kursbarometer am Freitag nach unten drückte. „Die Wirtschaftsdaten deuten auf eine gewisse Schwäche in den USA und weltweit hin“, sagte Natalie Trunow von Calvert Investment Management. „Das resultiert in etwas realistischeren Erwartungen an die Konzerne.“

Den Reigen der Unternehmensberichte eröffnet am Montag der Aluminiumriese Alcoa. Die Quartalsbilanz des Internet-Giganten Google haben sich die Investoren für Donnerstag in den Kalender geschrieben. Am selben Tag gibt mit JPMorgan Chase die erste Großbank Einblick in ihre Geschäfte. Die Branche steht bei den Anlegern im Fokus, weil die Analysten ihre Gewinnerwartungen bei Finanzgrößen wie Goldman Sachs und Morgan Stanley zuletzt besonders stark reduziert hatten. Vor allem die Furcht vor Folgen der Euro-Schuldenkrise auf die gesamte Weltwirtschaft lastet auf den Instituten.

Dax-Ausblick: Zahlen übernehmen die Macht

Dax-Ausblick

Zahlen übernehmen die Macht

In der kommenden Woche geben die USA den Takt vor. Im Fokus steht die beginnende US-Bilanzsaison. Neben Aluminiumriese Alcoa werden große Banken ihre Zahlen vorlegen. Im Fahrwasser des Dow könnte der Dax kräftig zulegen.

Doch im Berichtsquartal haben auch steigende Lebensmittel- und Rohstoffpreise sowie das Japan-Beben und die Tornados in den USA ihre Spuren hinterlassen. Optimisten gehen aber davon aus, dass die Konzerne durch eine strikte Kostenkontrolle doch noch Gewinnzuwächse erzielen konnten. „Im Vorfeld gibt es eine Menge Ungewissheit“, sagte Scott Billeaudeau von Fifth Third Asset Management.

„Aber die Unternehmen werden so weitermachen wie in den letzten Quartalen, nämlich mit ihren Zahlen positiv überraschen.“ Mike Jackson von der Investmentfirma T3 Equity Labs geht davon aus, dass durch die diversen Unsicherheitsfaktoren die Spreu vom Weizen getrennt wird. Hohes Potenzial sieht er bei Industriekonzernen und Versorgern. Auf Enttäuschungen macht er sich dagegen unter anderem in der Medizinbranche gefasst. Nach satten Kursgewinnen im ersten Halbjahr in diesem Sektor könnte es dem US-Aktienchefstrategen von Citigroup, Tobias Levkovich, zufolge hier zudem schon bald zu Gewinnmitnahmen kommen.

Zeitgleich mit dem Auftakt der Bilanzsaison erwartet die New Yorker Anleger auch eine ganze Reihe von Konjunkturdaten. So wird unter anderem am Donnerstag der Einzelhandelsumsatz vom Juni veröffentlicht. Am Freitag stehen die Verbraucherpreise sowie die Industrieproduktion aus dem vergangenen Monat und das Juli-Verbrauchervertrauen an. Bereits am Dienstag veröffentlicht zudem die Federal Reserve ihr Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses vom 21. bis 22. Juni.

Von

rtr

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.07.2011, 11:46 Uhr

so ein schwachsinn. der markt muss fallen, und er wird auch fallen. kann man nur von "hoffnung" leben???
dow 10000 willkommen in der realität.

alexfiftyfour

10.07.2011, 13:17 Uhr

Ah daytrader! Es ist immer wieder erfrischend deine Kommentare zu lesen.

Verlass dich nicht darauf! Der Markt läuft seit Frühjahr 2009 nach oben und wenn du dir die Länge der Wirtschaftszyklen in der Vergangenheit anschaust, dann ist hier noch viel Luft nach oben.

Ich denke, dass wir frühestens Ende 2012 oder 2013 eine realistische Chance auf die nächste Krise haben. Politik und Notenbanken werden alles dafür tun die nächste Krise rauszuzögern. Und die Taschen der Notenbanken sind tief. Seeehr tief. Wenn die nicht wollen, dass es abwärts geht, geht es nicht abwärts.

Account gelöscht!

10.07.2011, 13:43 Uhr

was vorher hoch steigt, fällt hinterher dann auch umso stärker...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×