Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.09.2011

14:58 Uhr

Wall Street-Ausblick

US-Anleger setzen wenig Hoffnung auf Konjunkturdaten

Die Nervosität der Händler ist groß. In der nächsten Woche könnten die Sorgenfalten noch tiefer werden, wenn gleich mehrere Konjunkturdaten und Indikatoren bekannt werden. Die Erwartungen sind verhalten.

Die Händler in New York bleiben nervös. dapd

Die Händler in New York bleiben nervös.

New YorkDie Nervosität der US-Anleger wird sich in der kommenden Woche kaum legen. Rezessionsängste und die Furcht vor einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise halten die Wall Street weiter in Atem. Die Unsicherheit verstärkten in der vergangenen Woche pessimistische Töne der US-Notenbank Fed. Bereits in der vergangenen Woche war der Dow-Jones-Index um 6,4 Prozent gefallen - der größte wöchentliche Abschlag seit Oktober 2008. „So wie sich die Dinge derzeit entwickeln, werden wir bis zum Ende des vierten Quartals in der Rezession sein“, sagt Analyst Barton Biggs von Traxis Partners.

Besonderes Augenmerk liegt in der kommenden Woche daher auf zahlreichen Konjunktur-Daten, von denen sich die Anleger weitere Aufschlüsse über den Zustand der US-Wirtschaft erhoffen. Den Reigen eröffnen am Montag Zahlen zum Eigenheimabsatz im August. Im Immobiliensektor hatte die Krise 2007 begonnen. Am Dienstag steht das Verbrauchervertrauen für September und am Mittwoch der Auftragseingang langlebiger Güter für August an.

Den Höhepunkt werden sicherlich am Donnerstag die endgültigen Zahlen zur Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal bilden . Bei der zweiten Schätzung Ende August revidierte das Handelsministerium das Wachstum auf nur noch ein Prozent. In einer ersten Prognose war das Wachstum noch auf 1,3 Prozent veranschlagt worden. Die US-Regierung senkte daraufhin ihre Prognose für das laufende Jahr drastisch. 2011 rechnet sie nur noch mit einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 1,7 Prozent.

Gründe für das maue Plus sind die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und der geringe Konsum. Die weltgrößte Volkswirtschaft wird zu 70 Prozent vom eigenen Verbrauch getrieben. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan am Freitag bringen hier neue Erkenntnisse.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Euyonimus

25.09.2011, 03:29 Uhr

Durch die globale Vernetzung geraten wir weltweit in einen Sumpf, aus dem wir uns nicht so leicht befreien können.

Schäuble: noch 10 Jahre wird man Griechenland helfen müssen und trotzdem wird auf dem eigenschlagenen Pfad weiter bestanden.
Ein kleines Land verursacht bereits solch eine Krise, andere stehen vor der Tür. Das hat jetzt nur die Augen geöffnet, daß alles so nicht weiter gehen kann.

Lösungsansätze sind Denkmodelle, die nicht zuvor
aus anderen Krisen ableitbar sind.
Niemand hat eine schlüssige Lösung, die wäre vielleicht vor gut einem Jahr noch möglich gewesen, die Situation erkennend und radikal entsprechend und für alle relativ schonend machbar gewesen..

Aus der vorangegangenen Krise hat man rein gar nichts gelernt, alles verschoben, ignoriert und wieder alles genauso gemacht.

Jetzt ist guter Rat teuer, alles viel zu spät, weil einer wohlgemeinten, aber tumben Ideologie folgend, die die Hirne versperrt hat. Die krasse Faktenlage hat man wohl geflissentlich übersehen, jetzt wird sie evident und das Rad kann man nicht mehr zurückdrehen, denn nicht nur Europa, sondern auch USA, auch Japan sind in einer äußerst prekären Lage, was sie ungern zugeben wollen.

Wie lange wurde uns die Schuldenuhr vorgeführt, man schaute weg.

Gut gemeint muß nicht gut sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×