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13.10.2012

17:37 Uhr

Wall-Street-Ausblick

US-Börsen im Bann der Quartalszahlen

Was bringt die Woche für die US-Börsen? In erster Linie Quartalsberichte. Im Fokus stehen die Technologiewerte von Google bis Microsoft. Experten rechnen mit positiven Überraschungen – weil die Stimmung so schlecht ist.

Zeit für Optimisten? Die US-Quartalszahlen könnten für Überraschungen sorgen. dapd

Zeit für Optimisten? Die US-Quartalszahlen könnten für Überraschungen sorgen.

New YorkIn den USA kommt die Berichtssaison so richtig in Fahrt - und die Anleger richten sich darauf ein, dass sie nach dem verhaltenen Auftakt in der abgelaufenen Woche auch in der neuen nicht viel Gutes zu hören bekommen. Eine ganze Reihe von Börsenschwergewichten legt in den kommenden Tagen Zahlen vor, darunter General Electric, Microsoft, Google, Intel und IBM. Im Fokus stehen außerdem Finanzwerte. Erwartet werden die Geschäftsberichte von Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Die Investoren werden aber auch weiterhin mit Argusaugen den Kampf gegen die europäische Schuldenkrise verfolgen, ebenso wie die Entwicklung der Konjunktur in China.

Vorsicht sei eindeutig angesagt, solange es nach einer weiteren Belastung der Geschäftszahlen durch Europa und China aussehe, sagte Michael Loewengart von E-Trade Financial in New York. Vielleicht werde es sogar ein paar positive Überraschungen geben angesichts dessen, dass die Stimmung insgesamt „so pessimistisch“ sei. „Aber wir könnten trotzdem beträchtliche Verluste erleiden, wenn die Nachrichten schlecht sind.“

Charts der Woche: Auf diese Aktien schauen die Profis

Charts der Woche

Auf diese Aktien schauen die Profis

Die Berichtssaison beginnt – und frustriert zunächst die Anleger. Doch einige Aktien machen Luftsprünge. Wieso VW und Wal Mart überzeugen, aber Siemens und SAP durchfallen, zeigen die Charts der Woche.

Genau prüfen werden die Börsianer die Zahlen der Technologieriesen. Aus den Ergebnissen ließen sich womöglich gut Rückschlüsse auf Unternehmensausgaben insgesamt schließen, sagte John Carey von Pioneer Investment Management in Boston. „Und das wird uns einen Eindruck über die Erwartungen der Unternehmen geben.“

Dutzende weitere Firmen legen ihre Zahlen bis Freitag vor, darunter McDonald's oder Johnson & Johnson. Eine ganze Reihe der Konzerne müssten die Erwartungen übertreffen, damit der Markt überhaupt irgendwie gestützt werden könne, sagte Wayne Kaufman von John Thomas Financial in New York. Insbesondere sei es wichtig, dass die großen Banken gut abschneiden würden. „JPMorgan und Wells Fargo haben uns nicht den Schub gegeben, auf den wir gehofft hatten.“ Besonders werde jetzt auf die Citigroup geachtet. Sollte deren Gewinn schlechter als erwartet ausfallen, würde ihn das auch negativer stimmen, was die Konjunktur im Allgemeinen angehe, sagte Kaufman.

Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

Baader Bank

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

Bank Julius Bär

Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

Bank Sarasin

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

Bankhaus Lampe

Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

Bayerische Landesbank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

Berenberg Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

Bethmann Bank

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

BHF-Bank

Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

BNP Paribas

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

Citi

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

Commerzbank

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

DekaBank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

Deutsche Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

DZ Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

Ellwanger & Geiger

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

Fürst Fugger Privatbank

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

Haspa

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

Hauck & Aufhäuser

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

Helaba

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

HSBC Trinkaus

Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

JP Morgan

Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

LBBW

Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

M.M.WArburg & Co.

Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

National Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

Natixis

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

Nomura

Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

NordLB

Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

Postbank

Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

Royal Bank of Scotland

Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

Santander Cons. Bank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

Société Générale

Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

Syz & Co.

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

UBS

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

VP Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

West LB

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

WGZ-Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

Zum Schluss der abgelaufenen Woche hatten Sorgen vor sinkenden Gewinnmargen der Banken die Wall Street belastet. JP Morgan hatte - gestützt auf das Geschäft mit Immobilienkrediten - seinen Gewinn im dritten Quartal zwar um ein Drittel gesteigert. Auch Wells Fargo verzeichnete einen höheren Profit. Für Börsianer war dies zunächst ein Lichtblick nach den enttäuschenden Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa und des Chipherstellers AMD. Im Handelsverlauf zeigten sich die Anleger allerdings von der Einnahmenentwicklung bei Wells Fargo enttäuscht - und stießen auch Aktien anderer Geldhäuser ab.

Die US-Börsen verbuchten die schwächste Woche der vergangenen vier Monate. Überraschend positive Konjunkturdaten konnten die Verluste am Freitag nur noch eingrenzen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel kaum verändert bei 13.328 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1428 Punkten, ein Abschlag von 0,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 3044 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Dow 2,1 Prozent, der S&P 2,2 Prozent und die Nasdaq 2,9 Prozent.

Von

rtr

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