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03.01.2014

23:55 Uhr

Wall Street

Gewinne an der New Yorker Börse schmelzen

Nach den teilweise empfindlichen Verlusten am ersten Handelstag des Jahres, ging die Yorker Börse uneinheitlich ins Wochenende. Der scheidende Fed-Chef Bernanke sorgte mit einer Rede kurz für Gewinne.

Broker an der Wall Street: Gespannt verfolgen die Akteure den Markt, ob die gestrigen Rückschläge sich zu einer Korrektur ausweiten. ap

Broker an der Wall Street: Gespannt verfolgen die Akteure den Markt, ob die gestrigen Rückschläge sich zu einer Korrektur ausweiten.

New YorkNach dem verpatzten Auftakt des Börsenjahres 2014 haben sich am Freitag einige Anleger an die internationalen Aktienmärkte zurückgewagt. Der Dow-Jones-Index in New York zeigte sich leicht verbessert. Allerdings waren die Umsätze gering, da viele Anleger noch in den Ferien waren oder wegen eines Schneesturms an der Nordostküste der Wall Street fernblieben. Kurzzeitig für Gewinne sorgte Fed-Chef Ben Bernanke, der in einer Rede eine Fortsetzung der stimulierenden Geldpolitik in Aussicht stellte. Der Dax in Frankfurt schloss im Plus.

DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,17 Prozent im Plus auf 16.469 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 16.439 und 16.518 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte unverändert bei 1831 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,27 Prozent auf 4131 Punkte nach. Auf Wochensicht notierte der Dow kaum verändert, der S&P verlor 0,55 Prozent und die Nasdaq fiel um 0,59 Prozent. Der Dax ging mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 9435,15 Punkten in den Feierabend.

Auf die Äußerungen des scheidenden Fed-Chefs Bernankes reagierten die Börsen zwischenzeitlich mit Zuwächsen. Nach Bernankes Worten wird die Fed trotz künftig geringerer Anleihekäufe an ihrer wirtschaftstimulierenden Geldpolitik festhalten.

Insgesamt zeichnete er ein vorsichtig optimistisches Bild über die Entwicklung der US-Wirtschaft in den kommenden Monaten. Allerdings bleibe die Erholung noch "eindeutig unvollständig", wiederholte Bernanke seine allgemeine Einschätzung. Im Dezember hatte die Fed angekündigt, mit dem Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik zu beginnen.

Im Blickpunkt an der Wall Street standen zudem die Aktien der Autobauer, die ihre Dezemberdaten für die US-Absatz vorlegten. Die Ford -Aktie wurde 0,4 Prozent höher gehandelt. Der zweitgrößte US-Hersteller hatte seine Verkaufszahlen um zwei Prozent gesteigert und konnte damit insgesamt auf das beste Jahr seit 2006 zurückblicken. Das Papier der Opel-Mutter General Motors gab dagegen nach Vorlage der Zahlen 3,4 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 540 Millionen Milliarden Aktien den Besitzer. 1933 Werte legten zu, 1060 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1583 im Plus, 974 im Minus und 122 unverändert.

Von

rtr

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