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06.07.2016

23:16 Uhr

Wall Street

Gute Geschäfte begeistern die US-Anleger

Auch die US-Anleger hat das Brexit-Votum für eine Weile verunsichert. Überraschend gute Konjunkturdaten brachten am Mittwoch die Wende: Die großen Indizes schlossen im Plus. Zu den Gewinnern zählten Dienstleister.

Die von den Briten ausgelösten Turbulenzen in Europa bereiten auch jenseits des Atlantiks Sorge. AP

Händler an der Börse New York

Die von den Briten ausgelösten Turbulenzen in Europa bereiten auch jenseits des Atlantiks Sorge.

New YorkÜberraschend gute US-Konjunkturdaten haben der Wall Street zu Gewinnen verholfen. Die US-Börsen drehten im Handelsverlauf am Mittwoch ins Plus, nachdem sich die Geschäfte der US-Dienstleister im Juni überraschend deutlich besserten.

Dies ließ Anleger hoffen, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal an Fahrt gewonnen hat. Zuvor hatten die Unsicherheiten nach dem Referendum der Briten für einen Austritt aus der EU noch den Handel bestimmt.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4 Prozent auf 17.919 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,5 Prozent auf 2100 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 4859 Zähler. Der Dax fiel um 1,7 Prozent auf 9373 Punkte, der EuroStoxx50 büßte 1,8 Prozent ein.

Marktteilnehmer hegen die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen vorerst nicht weiter anheben wird. Im Juni hatten die Währungshüter gegen eine Erhöhung des Leitzinses entschieden. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) am 14. bis 15. Juni hervorging, sorgten sie sich vor allem um den US-Arbeitsmarkt, aber auch um die Folgen eines möglichen Brexit.

Fed-Protokoll: Erst Klarheit über Brexit-Folgen, dann Zinserhöhung

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Erst Klarheit über Brexit-Folgen, dann Zinserhöhung

Bisher hieß es aus Kreisen der US-Notenbank Fed, für deren Geldpolitik sei die einheimische Konjunktur wichtiger als die Brexit-Abstimmung. Doch in einer Sitzung gut eine Woche vor der Abstimmung klingt das anders.

Die Zinsentscheidung war wenige Tage vor dem Referendum in Großbritannien erfolgt. Sieht die Fed in nächster Zeit von weiteren Zinsanhebungen ab, dürfte dies den Aktienmarkt tendenziell stützen. Als riskanter geltende Anlageklassen wie Aktien sind bei tiefen Leitzinsen vergleichsweise attraktiver als etwa Anleihen. Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen in Deutschland wegen des Brexit in Grenzen halten werden.

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