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09.06.2011

23:00 Uhr

Wall Street

Gute Stimmung an den New Yorker Börsen

Zum Börsenschluss verbucht der Dow Jones beachtliche Handelsgewinne trotz schlechter Arbeitsmarktzahlen. Probleme beim finnischen Handybauer Nokia bringen Texas Instruments überraschenderweise nicht in Bedrängnis.

Händler freuen sich über geringeres US-Handelsbilanzdefizit dpa

Händler freuen sich über geringeres US-Handelsbilanzdefizit

New YorkÜberraschend starke Zahlen vom US-Außenhandel haben am Donnerstag für eine gute Stimmung an der Wall Street gesorgt. Nach sechs Tagen mit Verlusten schlossen Dow Jones und Nasdaq wieder einmal mit Gewinnen.

„Das Handelsdefizit deutet darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas höher als von vielen Leuten bislang gedacht ausfällt,“ sagte David Ressler von Nomura Securities. Sinkende Importe ließen das Außenhandelsminus der USA im April schrumpfen. Die Differenz zwischen Exporten und Importen ging auf rund 43,7 Milliarden Dollar zurück von 46,8 Milliarden Dollar im März. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Fehlbetrag von 48,8 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,6 Prozent auf 12.124 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 12.049 und 12.183. Auch der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,7 Prozent auf 1289 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,35 Prozent auf 2684 Stellen zu. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 7159 Punkten.

Besonders gefragt waren wegen des höheren Ölpreises Aktien von Energieunternehmen. Der S&P-Energieindex stieg um 1,2 Prozent. Bei Chevron betrug das Plus 1,3 und bei ConocoPhillips - dem Betreiber von Jet-Tankstellen - 1,5 Prozent. Der Ölpreis zog an: Leichtes Rohöl zur Lieferung im Juli verteuerte sich um ein Prozent.

Aktien von Texas Instruments legten 0,7 Prozent zu, obwohl der Halbleiterkonzern für das laufende Quartal weniger Gewinn und Umsatz erwartet. Hintergrund ist der tiefe Fall des Mobiltelefonherstellers Nokia: Texas Instruments setzt inzwischen deutlich weniger Halbleiter bei dem finnischen Unternehmen ab, dem die wachsende Konkurrenz durch iPhone & Co. immer schwerer zusetzt.

Die US-Bank Citigroup räumte eine Sicherheitspanne ein, bei der die Namen, Kontonummern und Kontaktdaten von rund 200.000 Kunden in Nordamerika ausgespäht wurden. Börsianer zeigten sich von dem Hackerangriff unbeeindruckt. Die Anteilsscheine legten um 2,6 Prozent zu.

Auf dem US-Arbeitsmarkt verschlechterte sich die Lage überraschend. In der Woche zum 4. Juni stellten 427.000 Menschen erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, 1000 mehr als in der Vorwoche. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 415.000 gerechnet. Die Zahl der Erstanträge hält sich damit die neunte Woche in Folge über der Marke von 400.000. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt gilt als wichtiger Indikator für den US-Konsum, der etwa zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmacht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 1904 Werte legten zu, 1076 gaben nach, und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1599 im Plus, 1002 im Minus und 100 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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MoneyMaster

10.06.2011, 05:28 Uhr

die Boersenwerte refektieren schon lange nicht mehr die Realitaet. Ein Klub von Zockern die Bewegung in den Boersenwerten brauchen um Geld zu machen.

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