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07.04.2011

22:30 Uhr

Wall Street

Leichtes Minus nach Nachbeben in Japan

Das schwere Nachbeben in Japan sorgte an der Wall Street für Nervosität. Es beeinflusste die US-Börsen bis zum Ende des Handelstages.

Auf dem Parkett der New York Stock Exchange. Quelle: dapd

Auf dem Parkett der New York Stock Exchange.

New YorkDie US-Börsen sind am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor gut 0,1 Prozent auf 12.409 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,2 Prozent auf 1333 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,1 Prozent ein und schloss bei 2796 Stellen.

Die Kurse drehten ins Minus, als die Händler von den Erdstößen erfuhren. „Die Nachricht scheint Nervosität auszulösen und einige Leute zu Gewinnmitnahme zu veranlassen“, sagte Nick Kalivas von MF Global. Das Beben ließ die Anleger neue Lieferschwierigkeiten und weitere Komplikationen bei der seit Wochen schwelenden Atomkrise des Landes befürchten. Gestützt wurde der New Yorker Aktienmarkt dagegen durch positive Konjunkturzahlen. Mit einem Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe setzte sich die Serie ermutigender Signale vom US-Jobmarkt fort. Zeichen der Hoffnung gab es auch vom US-Einzelhandel, wo die vorläufigen März-Umsatzzahlen nicht so schlecht ausfielen wie befürchtet. 

Durch die guten Konjunkturnachrichten hielten sich die Verluste in New York insgesamt in Grenzen. So fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 10.000 auf 382.000 und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Die Daten nähren die Hoffnungen auf eine Frühjahrsbelebung am kriselnden Arbeitsmarkt, nachdem im März die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen war.

„Wir sehen einen positiven Trend, auch wenn Zweifel an der Nachhaltigkeit bleiben“, sagte Börsenexperte Michael Farr von Farr, Miller & Washington. „Aber fürs Erste gilt: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.“

Im Blickpunkt standen die Einzelhandelswerte. Die bislang vorliegenden Daten aus der Branche deuteten darauf hin, dass sich die US-Bürger bei ihren Einkäufen nicht von den gestiegenen Spritpreisen und anderen konjunkturellen Unsicherheiten wegen der Japan-Krise oder den Unruhen in der arabischen Welt abschrecken ließen.

Die Papiere der Kaufhauskette Macy's legten 0,8 Prozent zu. Die Aktien von Costco gewannen 3,8 Prozent. Schlechter sah es dagegen beim Modekaufhaus Gap aus, dessen Titel 1,4 Prozent an Wert einbüßten. Target-Papiere verloren 2,6 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 1116 Werte legten zu, 1872 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 935 Titel im Plus, 1658 im Minus und 109 unverändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen blieben kaum verändert bei 100-19/32 Punkten. Sie rentierten mit 3,55 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben auf 102-04/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,62 Prozent.

Von

rtr

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