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10.02.2012

22:47 Uhr

Wall Street Marktbericht

Griechenland vermiest US-Börsen die Stimmung

Die Stimmung auf dem Parkett war nervös: Die Angst vor einer Pleite Griechenlands machte an der Wall Street die Runde. Und diese Angst kam heute bei Bank-Aktien ins Spiel. Die Yahoo-Aktie legt aber zu.

Der bisher schlechteste Handels-Tag seit Jahresbeginn AFP

Der bisher schlechteste Handels-Tag seit Jahresbeginn

New YorkWiederaufkeimende Ängste vor einer Pleite Griechenlands haben die Wall Street am Freitag ins Minus gedrückt. In dem krisengeschüttelten Euro-Mitgliedsland erklärte die Rechtsaußen-Regierungspartei Laos, sie könne das Sparpaket nicht mittragen. Damit bleibt eine zentrale Forderung der internationalen Geldgeber nach parteiübergreifender Unterstützung für den Sparkurs unerfüllt. „Alles dreht sich um Griechenland“, sagte Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets. Allerdings hätten die Märkte einen enormen Lauf hinter sich, eine Verschnaufpause sei nicht ungewöhnlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 12.801 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.743 und 12.889 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1342 Punkten, ebenfalls mit einem Minus von 0,7 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 2903 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent, der S&P 500 0,2 Prozent und die Nasdaq 0,1 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 6692 Zählern aus dem Handel.

Neben Griechenland belasteten enttäuschende Konjunkturdaten das Marktgeschehen. China drosselte seine Importe im Januar so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Außerdem weitete sich das US-Außenhandelsdefizit im Dezember aus. Die Stimmung auf dem Parkett war daher nervös: Der CBOE-Index zur Messung der Volatilität, von vielen Börsianern auch „Angstindex“ genannt, legte kräftig um 11,6 Prozent zu.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien der New Yorker Börse auf den Einkaufszetteln der Händler. Kurz nach der Absage der Fusion mit der Deutschen Börse übertraf die Nyse Euronext mit einem Gewinnanstieg von 13 Prozent die Erwartungen von Branchenexperten. Der um Fusionskosten bereinigte Nettogewinn belief sich auf 128 Millionen Dollar, während Analysten hier von gut 126 Millionen Dollar ausgegangen waren. Die Nyse-Scheine verteuerten sich um 4,5 Prozent. Ebenfalls gefragt waren die Anteilsscheine des Internet-Unternehmens Yahoo. Eine komplexe Vereinbarung zwischen dem chinesischen Online-Giganten Alibaba und seinem Großaktionär Yahoo könnte dem angeschlagenen US-Internetpionier Milliarden in die Kasse spülen. Yahoo-Papiere rückten um 0,9 Prozent vor.

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