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23.09.2011

22:30 Uhr

Wall-Street Marktbericht

US-Börsen schließen leicht im Plus

Zum Ende einer verlustreichen Woche sind die US-Börsen mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Gefragt waren unter anderem die Anteilsscheine von Nike, während HP vom Chefwechsel nicht profitieren konnte.

Händler haben Nachrichten über Europas Schuldenkrise im Blick. AFP

Händler haben Nachrichten über Europas Schuldenkrise im Blick.

USA/New YorkDie Hoffnung auf eine Entspannung in der europäischen Schuldenkrise hat den US-Börsen am Freitag bei volatilem Handel zu leichten Gewinnen verholfen. Die Gewinne wurden jedoch von der Furcht vor einer globalen Rezession in engen Grenzen gehalten. Händler nannten die Aussage von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny ermutigend, dass eine weitere Bereitstellung von Liquidität für die gebeutelten Banken ratsam sein könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 10.771 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte 0,6 Prozent auf 1.136 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,1 Prozent auf 2.483 Punkte zu. Im Wochenvergleich büßte der Dow-Jones-Index 6,4 Prozent ein – der größte prozentuale Wochenverlust seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Oktober 2008. Der S&P verlor in der gesamten Woche 6,6 Prozent und die Nasdaq 5,3 Prozent.

„Jeder hofft auf eine Wunderwaffe zur Rettung der Banken. Angesichts der jüngsten Verluste reicht jedes Gerücht, um die Leute zum Kaufen zu bewegen“, sagte Paul Brigani von Direxion Funds in New York. Sollte die EZB zusätzliche Liquidität bereitstellen, so könnten davon Banken mit einem Bestand an Anleihen aus Schuldenstaaten profitieren, hieß es.

Das hoch verschuldete Griechenland versicherte zum Wochenschluss, allen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nachzukommen. Die Regierung in Athen dementierte Medienberichte über angebliche Gedankenspiele über einen drastischen Schuldenschnitt, bei dem die Investoren auf die Hälfte ihres Geldes verzichten müssten.

Griechenland will nach Worten von Finanzminister Evangelos Venizelos alle Sparauflagen im Gegenzug für das im Juli vereinbarte neue Hilfspaket über 109 Milliarden Euro erfüllen. Mit Klaas Knot schloss allerdings erstmals ein Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Pleite des Euro-Landes nicht mehr aus.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

- 0,04Prozent

CSI300

- 0,5 Prozent

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Hewlett-Packard mit einem Minus von gut zwei Prozent im Mittelpunkt des Handels. Auch ein Chefwechsel konnte dem Papier keinen Auftrieb verschaffen. Nach dem Rauswurf von Konzernlenker Leo Apotheker soll die frühere eBay-Chefin Meg Whitman den weltgrößten Computerhersteller wieder auf Kurs bringen. Mit einer der mächtigsten Frauen der US-Geschäftswelt will der Silicon-Valley-Riese das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen, nachdem Apotheker innerhalb von elf Monaten drei Mal die Gewinnziele des Konzerns senken musste und die Strategie mehrmals umkrempelte.

Gefragt waren dagegen die Anteilsscheine von Nike. Der Konsumrausch der immer größer werdenden Mittelschicht in Asien lässt den weltgrößten Sportartikel-Hersteller seine Probleme vergessen. Umsatz und Gewinn stiegen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 mit jeweils zweistelligen Raten. Die an der Börse gefürchtete Abkühlung der Weltwirtschaft war in der Quartalbilanz des US-Konzerns noch nicht erkennbar. Investoren griffen nach der Veröffentlichung der Zahlen zu, Nike-Aktien verteuerten sich um mehr als fünf Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,23 Milliarden Aktien den Besitzer. 1887 Werte legten zu, 1097 gaben nach und 96 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1728 im Plus, 815 im Minus und 98 unverändert.

 

Von

rtr

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