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01.01.2010

09:55 Uhr

Wall Street

Sattes Plus in 2009

Am letzten Handelstag des Jahres 2009 hat der Dow Jones einen deutlichen Verlust hinnehmen müssen. Doch dessen ungeachtet legte der Index im vergangenen Jahr die beste Entwicklung seit 2003 hin. Anleger mit dem richtigen Riecher konnten satte Gewinne einstreichen.

Das Straßenschild der Wall Street. Quelle: ap ap

Das Straßenschild der Wall Street. Quelle: ap

NEW YORK. Am Donnerstag, dem letzten Handelstag des Jahres, schloss der US- Leitindex zwar 1,14 Prozent tiefer bei 10428,05 Punkten. Auf Jahresbasis schlug allerdings ein sattes Plus von knapp 19 Prozent zu Buche. Wer die ideale Einstiegsgelegenheit nach den Tiefstkursen im März genutzt hatte, konnte sich sogar über Gewinne von fast 60 Prozent freuen. Der marktbreite S&P-500-Index verzeichnete Tagesverluste von 1,00 Prozent auf 1115,10 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq schloss der umfassende Composite Index 0,97 Prozent schwächer bei 2269,15 Zählern, der Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 0,98 Prozent auf 1860,31 Zähler.

Bei länger investierten Anlegern dürfte sich die Euphorie in Grenzen halten: Im Vorjahr hatte der Dow Jones mit einem Minus von fast 34 Prozent den größten Verlust seit dem Wirtschaftskrisenjahr 1931 erlitten. Aus Sicht des vergangenen Jahrzehnts hinkt das weltweit am meisten beachtete Börsenbarometer seiner Entwicklung ebenfalls hinterher. Bis zum damals erreichten Kursniveau fehlen dem Index noch rund neun Prozent.

Finanzwerte stemmten sich nicht nur auf Tagesbasis gegen den schwachen Trend, sondern hatten auch auf Jahressicht die Nase vorn: Aktien von JPMorgan beendeten den letzten Handelstag als einziger Gewinner im Dow 0,34 Prozent höher bei 41,67 US-Dollar. Im Gesamtjahr konnten die Titel des Bankhauses um satte 34 Prozent zulegen. Eine noch bessere Jahresperformance zeigten Aktien von American Express, die den Tag mit nur moderaten Verlusten von 0,69 Prozent bei 40,52 Dollar beendeten. Seit Ende 2008 schossen die Papiere des Kreditkartenanbieters um 125 Prozent hoch, was ihnen mit Abstand den ersten Platz im US-Leitindex bescherte. Mit Citigroup gab es allerdings auch einen Finanzwert mit heftigen Verlusten: Im Jahresverlauf büßte die Aktie der schwer von der Finanzkrise gebeutelten Bank fast 50 Prozent an Wert ein.

Auch Anleger, die vor einem Jahr in Technologiewerte investiert hatten, konnten sich freuen: So legten Titel des Softwareriesen Microsoft in diesem Zeitraum um knapp 58 Prozent zu, Anteilsscheine des weltgrößten Computerkonzerns IBM verteuerten sich um fast 57 Prozent. Weitere Gewinner im Technologiesektor waren Hewlett-Packard (HP) mit plus 42 Prozent und Intel, die um 39 Prozent vorrückten. Im Rohstoffsektor ging es für Alcoa, die am letzten Handelstag mit minus 1,10 Prozent auf 16,12 Dollar im Mittelfeld landeten, seit Jahresbeginn um 51 Prozent bergauf. Der angekündigte Börsengang des weltgrößten Aluminiumherstellers Rusal dürfte laut Börsianern das Interesse an dessen US-Konkurrenten zusätzlich steigern.

Recht gut hielten sich auch Titel des Unterhaltungskonzerns Walt Disney, die nur 0,09 Prozent auf 32,25 Dollar verloren, auf Jahressicht aber um 43 Prozent nach oben sprangen. Die Aktionäre von Marvel Entertainment stimmten dem Kauf der Comic-Schmiede durch den Unterhaltungsriesen zu. Disney hatte die Übernahme indes bereits Ende August angekündigt. Entsprechend war die Marvel-Aktie mit plus 0,06 Prozent auf 54,08 Dollar recht unauffällig. Pfizer-Titel verloren 1,68 Prozent auf 18,19 Dollar. Nach Angaben des Pharmaunternehmens verzögert sich die Zulassung einer neuen Version seines Kinder- Impfstoffs "Prevnar" durch die US-Arzneimittelbehörde FDA weiter.

Der Euro bewegte sich im späten Handel kaum noch und kostete zuletzt 1,4339 Dollar. Am Rentenmarkt verlor die richtungweisende zehnjährige Staatsanleihe 11/32 auf 96 8/32 Punkte und rentierte mit 3,833 Prozent.

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