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06.04.2014

15:39 Uhr

Wall Street

Überflieger-Aktien droht der Absturz

In Amerika beginnt die Bilanzsaison. An der Börse herrscht Nervosität nach der Verkaufsflut bei Technologiewerten am Freitag. US-Anleger fürchten weitere Rückschläge bei den Überfliegern des vergangenen Jahres.

Die US-Börsen warten gebannt auf die nächsten Schritte der Zentralbank Fed. Diese ihre ultralockere Geldpolitik weiter drosseln. dpa

Die US-Börsen warten gebannt auf die nächsten Schritte der Zentralbank Fed. Diese ihre ultralockere Geldpolitik weiter drosseln.

New YorkDie Anleger an der Wall Street haben am Freitag kurz vor Handelsschluss vor allem bei Technologiewerten reihenweise den "Verkaufen"-Knopf gedrückt. Der S&P 500 rutschte deshalb kräftig ins Minus, nachdem er zuvor noch einen neuen Rekordstand markiert hatte.

Viele US-Börsianer fürchten in der neuen Woche erneut kräftige Verluste vor allem bei den Überflieger-Aktien des vergangenen Jahres. Dazu gehören so bekannte Titel wie Facebook oder auch Netflix und Tesla.

Der Dow-Jones-Index hatte am Freitag nahe seinem Tagestief fast ein Prozent im Minus bei 16.412 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1865 Zählern 1,25 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor sogar 2,6 Prozent und schloss bei 4127 Punkten.

Bewertungsfragen quälen die US-Anleger bei vielen Technologiewerten. So ist etwa Facebook trotz der jüngsten Kursverluste gemessen an einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 20 noch immer die teuerste Aktie im S&P 500, der im Schnitt ein Verhältnis von nur 1,7 aufweist.

Zumindest haben die US-Anleger ihre Erwartungen an die Bilanzsaison schon gehörig zurechtgestutzt. Zu Jahresanfang rechneten sie noch im Schnitt damit, dass die Firmen im ersten Quartal 6,5 Prozent mehr verdient haben als vor einem Jahr. Mittlerweile gehen sie nur noch von einem Anstieg um 1,2 Prozent aus.

Die US-Bilanzsaison startet am Dienstag traditionell mit den Zahlen von Alcoa als Auftakt. Am Freitag sind dann die US-Großbanken JP Morgan und Wells Fargo an der Reihe. Die meisten deutschen Unternehmen lassen sich erst in ein paar Wochen in die Bücher schauen.

Am Mittwoch werden Anleger die Protokolle der jüngsten Sitzung des Fed-Offenmarktausschuss (FOMC), der die US-Geldpolitik bestimmt, Buchstabe für Buchstabe durchgehen, um Hinweise auf den Zeitpunkt der US-Zinswende herauszulesen. Vergangenen Montag hatte Notenbank-Chefin Janet Yellen frühere Aussagen über eine Zinserhöhung in der ersten Jahreshälfte 2015 relativiert.

Von

rtr

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