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08.06.2011

22:44 Uhr

Wall Street

US-Börsen geben weiter nach - Bernanke Aussagen belasten

Den Anlegern an den US-Börsen ist deutlich die Sorge um die US-Wirtschaftsentwicklung anzumerken. Allerdings hilft die Opec-Uneinigkeit den Energieaktien.

Gedrückte Stimmung in den USA: Bernanke-Rede schürt Sorgen um die US-Konjunktur und belastet die Aktienkurse. Quelle: dapd

Gedrückte Stimmung in den USA: Bernanke-Rede schürt Sorgen um die US-Konjunktur und belastet die Aktienkurse.

New York

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch den sechsten Tag in Folge Verluste verzeichnet. Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und die anhaltenden Schuldenprobleme in Europa machten der Wall Street zu schaffen.

Für neue Unsicherheit am Markt sorgte vor allem eine Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Vorabend. Dieser hatte der US-Wirtschaft eine neue Schwächephase attestiert. Zugleich deutete er die Bereitschaft der Notenbank an, die Konjunktur weiter zu stützen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 12.048 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 12.024 und 12.098 Zählern. Der breiter gefasste S+P-500 gab 0,4 Prozent auf 1279 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ein Prozent auf 2675 Punkte.

In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,6 Prozent im Minus auf 7060 Punkten. Begründet wurde die Vorsicht der Anleger mit Unsicherheiten am Markt nach der Rede Bernankes am Dienstag. Zudem seien Erwartungen enttäuscht worden, Aufschlüsse über weitere Anreizprogramm der Fed zu erhalten, sagte Analyst Jason L. Ware von Albion Financial Group in Salt Lake City. "Die gab es nicht."

Auch auf Unternehmensseite gab es Zeichen der Schwäche: Die Aktien von Ciena brachen um mehr als 16 Prozent ein. Das Telekommunikationsunternehmen enttäuschte die Märkte mit seinen Geschäftszahlen und Prognosen. Begrenzt wurden die Verluste durch Gewinne der Aktien von Energiefirmen, nachdem sich die Opec-Staaten nicht auf eine Erhöhung der Fördermenge verständigen konnten. Anteilscheine von Exxon Mobil etwa legten 1,5 Prozent zu. Die Uneinigkeit der Opec trieb an den Ölmärkten die Preise kräftig in die Höhe. US-Öl kostete wieder mehr als 100 Dollar je Fass und Nordseeöl verteuerte sich auf über 118 Dollar. Noch vor dem Opec-Treffen hatten Mitglieder aus der Golfregion gefordert, die Öl-Förderung auszuweiten, um dem höheren Ölpreis und damit verbundenen Inflationsgefahren zu begegnen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 784 Werte legten zu, 2217 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Milliarden Aktien 679 im Plus, 1920 im Minus und 106 unverändert.

Von

rtr

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