Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.06.2011

22:13 Uhr

Wall Street

US-Börsen knicken am Schluss ein

Die wenig Vertrauen erweckenden Arbeitsmarktzahlen vom Freitag wirken noch nach. Einige Anleger reagieren nervös und ziehen die US-Börsen ins Minus. Vor allem Bankwerte verzeichnen Verluste.

Ein Blick in den Handelsraum der New Yorker Börse: hektisch scheint es hier heute nicht zu werden. Quelle: dapd

Ein Blick in den Handelsraum der New Yorker Börse: hektisch scheint es hier heute nicht zu werden.

New YorkDie wirtschaftlichen Hiobsbotschaften der vergangenen Woche haben den US-Anlegern auch am Montag Sorgen bereitet. Vor allem der enttäuschende Arbeitsmarktbericht vom Freitag wirkte an der Wall Street noch nach und die Furcht vor einem wirtschaftlichen Abschwung hielt an.

„Es ist offenbar eine Fortsetzung der vorigen Woche, als Investoren realisierten, dass die Wirtschaft nicht so stark wächst wie zunächst erhofft“, sagte der Vize-Präsident von USAA Investment Management, Wasif Latif. In dieser Woche stehen kaum marktbewegende Wirtschaftsdaten und Konzernbilanzen an. Doch gerade in diesem Vakuum könnten nervöse Anleger verstärkt Titel abstoßen und die Indizes weiter auf Talfahrt schicken, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit Verlusten von 0,5 Prozent auf 12.090 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,1 Prozent auf 1286 Zähler nach und markierte damit den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte ebenfalls 1,1 Prozent auf 2702 Stellen ein. Der Dax in Frankfurt schloss mit Verlusten von 0,3 Prozent auf 7084 Punkten.

Zwar gebe es im Moment keine große Nachfrage nach Aktien, doch nach den jüngsten Verlusten seien viele Kurse so attraktiv wie seit November nicht mehr, sagte Analyst Wayne Kaufman von John Thomas Financial. Dies könne dem Markt vor der nächsten Berichtssaison im Juli wieder Auftrieb verleihen. Insgesamt sei aber zunächst mit einem volatilen Handel zu rechnen.

Starke Verluste verzeichneten vor allem Bankwerte. Die Papiere von Bank of America gaben 4,0 Prozent nach, Citigroup-Aktien verloren knapp 4,5 Prozent und JPMorgan Chase büßten 2,5 Prozent ein. Analyst Latif begründete die Abschläge damit, dass es wegen der anhaltenden Probleme auf dem Immobilienmarkt unsicher sei, ob die Geldhäuser ihre Erholung fortsetzen könnten.

Mit einem Abschlag von 2,3 Prozent zählte die Baumarktkette Lowes zu den größten Verlieren. Die US-Bank JP Morgan hatte das Unternehmen heruntergestuft. Auch hier wirken die Konjunkturdaten der Vorwoche nach: Hintergrund seien vor allem die sinkenden Hauspreise und die anhaltende Krise am Arbeitsmarkt, erklärte JP Morgan.

Im Mittelpunkt des Interesses stand Apple. Die Papiere verbilligten sich um 1,6 Prozent. Der Konzern kündigte auf seiner Entwickler-Konferenz an, künftig Speicherplatz in der Datenwolke anzubieten und dabei auch das Speichern von Musik zu ermöglichen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 617 Werte legten zu, 2395 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 588 Titel im Plus, 2024 im Minus und 92 unverändert.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×