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19.05.2011

22:38 Uhr

Wall Street

US-Börsen schließen freundlich

Die US-Börsen konnten angesichts positiv aufgenommener Arbeitsmarktdaten fester schließen. Die Zahlen im Immobiliensektor trüben aber das Bild. Aktien des Karrierenetzwerks LinkedIn steigen um bis zu 171 Prozent.

Gute US-Arbeitsmarktdaten geben dem Dow Jones Aufschwung Quelle: Reuters

Gute US-Arbeitsmarktdaten geben dem Dow Jones Aufschwung

New YorkDie US-Börsen haben am Donnerstag fester geschlossen. Die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt fielen besser als erwartet aus. Zudem verlief des Börsendebüt des Online-Netzwerks LinkedIn fulminant, dessen Aktienkurs zeitweise um 171 Prozent über dem Ausgabepreis notierte.

Deutlichere Zuwächse verhinderten indes der erneute Absturz des Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia und der unerwartet geringe Absatz von US-Eigenheimen. Händler sagten zudem, die Wall Street rücke kurstechnisch an Widerstandslinien heran, die einen weiteren Anstieg in naher Zukunft beschränken würden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent fester mit 12.605 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 12.533 und 12.633 Stellen.

Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,2 Prozent in Plus auf 1343 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2823 Stellen. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex mit 7358 Punkten 0,75 Prozent fester.

Die Arbeitslosenzahlen nährten die Hoffnung auf eine gute US-Konjunkturentwicklung. In der vergangenen Woche stellten saisonbereinigt 409.000 Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, weniger als von Volkswirten erwartet. Gebremst wurde die Aufwärtsbewegung aber von US-Immobiliendaten und einem Abrutschen des Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia. Im April wurden in den USA mit 5,05 Millionen weniger Eigenheime verkauft als angenommen. Zudem deutet der erneute Absturz des Philly-Fed-Index auf eine konjunkturelle Verlangsamung hin.

Beim Börsengang des Online-Karrierenetzwerkes LinkedIn schossen die zu 45 Dollar ausgegeben Papiere zeitweise bis auf 121,97 Dollar in die Höhe. Das erinnerte Experten an die DotCom-Zeiten zur Jahrhundertwende etwa am Neuen Markt in Frankfurt. Das starke aktuelle Interesse bereitet den Boden für weitere Börsengänge in diesem Jahr. Das Netzwerk Facebook, Schnäppchen-Anbieter Groupon, der Nachrichtendienst Twitter wie auch Spiele-Entwickler Zynga streben Erstnotizen an. Am Ende gingen LinkedIn mit einem Plus von 109,4 Prozent auf 94,25 Dollar aus dem Handel.

Geradezu unspektakulär verlief dagegen der Börsengang des weltgrößte Rohstoffhändlers Glencore. Die Papiere notierten am Graumarkt in London mit 539 Pence je Aktie nur leicht über dem Ausgabepreis. Allgemein war ein stärkeres Interesse der Anleger erwartet worden.

Im Fokus standen auch Aktien von Technikunternehmen, nachdem Goldman Sachs die US-Halbleiterbranche herunterstufte. Papiere des Chipherstellers Intel gaben 1,4 Prozent nach. Die Billigkette Dollar Tree profitierte davon, dass US-Verbraucher wegen steigender Kosten für Nahrungsmittel und Energie weniger Geld im Portemonnaie haben. Das Unternehmen verdiente zum Jahresauftakt mehr als erwartet. Die Aktien stiegen um 2,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,87 Milliarden Aktien den Besitzer. 1764 Werte legten zu, 1210 gaben nach und 138 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1308 im Plus, 1294 im Minus und 91 unverändert.

Von

rtr

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