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09.01.2010

12:57 Uhr

Wall-Street-Vorschau

Berichtssaison im Fokus der US-Anleger

Der Beginn der Berichtssaison steht kommende Woche im Fokus der Anleger an den US-Börsen. Nach den desaströsen Ergebnissen im Krisenjahr 2008 erwarten Analysten deutlich bessere Zahlen. Neben den Unternehmenszahlen werden auch Konjunkturdaten wieder Informationen über die Robustheit der Konjunkturerholung liefern.

Der verschneihte Bulle vor der New Yorker Wall Street. ap

Der verschneihte Bulle vor der New Yorker Wall Street.

HB NEW YORK. Traditionell wird der Reigen vom Aluminiumriesen Alcoa eröffnet, der seine Quartalszahlen am Montag nach Börsenschluss vorlegen will. Von den Schwergewichten folgt der Chiphersteller Intel am Donnerstag und die Großbank JP Morgan Chase am Freitag. Analysten rechnen mit deutlich besseren Zahlen als im Vergleichszeitraum 2008, als die Finanzkrise den US-Unternehmen ein desaströses Quartal eingebrockt hatte. Die Anleger warten vor allem auf Hinweise, wie gut sich die Geschäfte im neuen Jahr entwickeln werden. Analysten zufolge dürften sich viele Konzerne mit optimistischen Prognosen für 2010 aber weiter zurückhalten.

Neben den Unternehmenszahlen stehen auch Konjunkturdaten wieder im Blickpunkt, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten für Dezember bei vielen Anlegern am Freitag zunächst für lange Gesichter gesorgt hatten. "Wir sind vielleicht auf dem Weg zum Aufschwung, aber wir sollten uns auf einige Schlaglöcher gefasst machen", warnte John Lynch von Evergreen Investments. Aufschluss über den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung erhoffen sich die Börsianer vom Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank Federal Reserve, das am Mittwoch vorgelegt wird. Am Donnerstag veröffentlicht die Regierung Einzelhandelsdaten für Dezember, am gleichen Tag stehen zudem Daten zu den Einfuhrpreisen sowie der wöchentliche Bericht vom Arbeitsmarkt an. Zahlen zur Industrieproduktion im Dezember und der von Reuters und der Universität Michigan vorgelegte Verbraucherpreisindex werden für Freitag erwartet.

Die vergangene Woche schlossen die US-Börsen trotz der enttäuschenden Arbeitsmarktdaten mit Gewinnen ab. Vor allem Technologie- und Industrietitel verliehen Dow Jones und S&P etwas Auftrieb. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte tendierte 0,1 Prozent höher bei 10 618 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1144 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq kletterte 0,7 Prozent auf 2317 Punkte. Im Wochenverlauf legte der Dow 1,8 Prozent zu, der S&P-Index um 2,7 Prozent und der Nasdaq-Index zwei Prozent.

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