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15.07.2011

22:39 Uhr

Wallstreet Marktbericht

US-Börsen schließen im Plus

Die Nervosität rund um den europäischen Banken-Stresstest hatte die Börsen auf der anderen Seite des Atlantiks im Griff. Auch die US-Schuldenkrise sorgte für Unruhe, trotzdem schlossen die Aktienmärkte leicht im Plus.

Händler an der Wallstreet: Unternehmenszahlen gaben positive Impulse für den Markt. Quelle: dpa

Händler an der Wallstreet: Unternehmenszahlen gaben positive Impulse für den Markt.

New YorkDie Nervosität rund um den europäischen Banken-Stresstest hat am Freitag die Börsen auf der anderen Seite des Atlantiks erfasst. Die Aktienmärkte gaben kurz vor Veröffentlichung Gewinne wieder ab. Die Wall Street erholte sich zwar, als die Härteprüfung glimpflicher ausging als befürchtet. Doch bei den Standardwerten mussten sich die Anleger mit mageren Gewinnen begnügen.

An der Technologiebörse Nasdaq brillierte vor allem der Internetgigant Google mit einem starken Zwischenbericht. Die Google-Zahlen konnten aber nicht die Sorgen der US-Anleger verdrängen, dass sich die Schuldenkrise auch im eigenen Land immer mehr zuspitzt. In Washington ringt die Politik fieberhaft um eine Lösung im Haushaltsstreit, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA Anfang August zu verhindern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12.504 und einem Tief von 12.406 Punkten. Er ging 0,3 Prozent höher bei 12.479 Stellen aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 1316 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte fast ein Prozent zu und schloss bei 2789 Stellen. Auf Wochensicht mussten aber alle drei Börsenbarometer Einbußen hinnehmen: Der Dow gab 1,4, der S&P zwei und die Nasdaq 2,4 Prozent nach.

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Nur acht der 90 getesteten Institute fielen bei dem Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) durch – deutlich weniger als erwartet. „Alle vergleichsweise großen Banken haben bestanden“, sagte Kevin Kruzenski von KeyBanc Capital Markets. „Das hat die Märkte beruhigt.“ Doch auch nachdem die Anleger ihren eigenen Stresstest hinter sich gelassen hatten, blieb ihnen noch Grund zur Nervosität – vor allem wegen des erbitterten Streits zwischen Demokraten und Republikanern über die Anhebung der US-Schuldenkrise.

Der Internetkonzern Google, der seine Zahlen bereits nach dem Schlussgong am Donnerstag vorgelegt hatte, begeisterte die Anleger mit einem um 36 Prozent auf 2,51 Milliarden Dollar gestiegenen Gewinn. Im Fokus der Investoren stand auch das neue soziale Netzwerk Google+. Die Börse belohnte Google mit einem Kurssprung von fast 13 Prozent auf 597,62 Dollar.

Hochkarätige Fusionsaktivitäten stützten ebenfalls die Märkte: Die Papiere des Reinigungsmittelherstellers Clorox kletterten um fast neun Prozent, weil Investor Carl Icahn 76,50 Dollar je Aktie bot und damit den Börsenwert der Firma auf 10,2 Milliarden Dollar erhöhte. Einen Sprung um sogar knapp 63 Prozent machten die Papiere des Gaserzeugers Petrohawk, den der australische Bergbauriese BHP Billiton für 12,1 Milliarden Dollar übernehmen will.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,07 Milliarden Aktien den Besitzer. 1804 Werte legten zu, 1143 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,8 Milliarden Aktien 1505 Titel im Plus, 1058 im Minus und 115 unverändert.

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