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23.11.2012

11:04 Uhr

Warnung vor Defizit

S&P bekräftigt Bonitätsnote für Frankreich

Schon lange vor Rivale Moody's entzog Standard & Poor's Anfang des Jahres den Franzosen die Bestnote. Dabei will die US-Ratingagentur auch bleiben. Außerdem sei das Defizitziel im kommenden Jahr in Gefahr.

Die Skyline von La Defense hinter dem Arc de Triomphe in Paris. Reuters

Die Skyline von La Defense hinter dem Arc de Triomphe in Paris.

ParisDie US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Bonitätsnote für Frankreich bestätigt. Die Bewertung liege weiter bei "AA+" mit einem negativem Ausblick, teilte S&P am Freitag mit. Die französische Regierung stehe zwar zu Sparmaßnahmen und Reformen. Der Euro-Staat könne aber sein Defizitziel im kommenden Jahr verfehlen könnte. Während die Regierung mit einem Fehlbetrag von drei Prozent der Wirtschaftsleistung plant, rechnet S&P mit 3,5 Prozent.

Die Konkurrenzagentur Moody's hatte vor wenigen Tagen ihre Bewertung für Frankreich um eine Stufe von der Bestnote "Aaa" auf "Aa1" gesenkt und sich über die Reformen skeptisch geäußert. S&P entzog die Bestnote schon im Januar.

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Die französische Regierung steht unter Druck, weil die Wirtschaft schwächelt und die Arbeitslosigkeit steigt. Mit einer schlechteren Bonitätsnote sind oft höhere Zinsen für den Schuldner verbunden. Frankreich allerdings kann sich zurzeit zu vergleichsweise günstigen Konditionen verschulden: Für zehnjährige Papiere verlangen Investoren gut zwei Prozent. Diese Marke liegt nur knapp über dem historischen Tiefstand.

Von

rtr

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