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10.03.2014

17:10 Uhr

Warren Buffett

Eisenbahn statt Anleihen

Festverzinsliche Papiere sind für Warren Buffett passé. Stattdessen kauft die Holding des Großinvestors massiv Infrastruktur- und den Energietitel. Warum Buffett im Börsenboom auf Aktien setzt.

Weniger Anleihen, mehr Energie und Eisenbahn lautet die Strategie von Buffetts Holding Berkshite Hathaway. Dennoch rechnet der Großinvestor mit weniger Erträgen. AFP

Weniger Anleihen, mehr Energie und Eisenbahn lautet die Strategie von Buffetts Holding Berkshite Hathaway. Dennoch rechnet der Großinvestor mit weniger Erträgen.

Warren Buffett verabschiedet sich nach und nach von Anleihebeständen. So hat die Versicherungssparte seiner Holding Berkshire Hathaway den Anteil der festverzinsten Wertpapiere in ihrem Portfolio auf das niedrigste Niveau seit über zehn Jahren gesenkt. Das Unternehmen warnte davor, dass die niedrigen Renditen die Ergebnisse belasten werden.

Die Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere machten bei den Versicherern zum Ende Dezember des vergangenen Jahres 14 Prozent der Investments aus, geht aus dem Geschäftsbericht der US-Holding hervor. Laut Berkshire-Dokumenten hatten sich die Quote seit 2002 zum Jahresende immer zwischen 20 Prozent und 25 Prozent bewegt. Das 186,8 Milliarden Dollar (rund 135 Milliarden Euro) schwere Portfolio enthielt auch Aktien im Wert von 114,8 Milliarden Dollar.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Buffett „versucht die Gesamterträge zu maximieren”, erklärt Cliff Gallant, ein Analyst von Nomura Holdings, die neue Aufstellung von Berkshire Hathaway. Er sehe „bessere Gelegenheiten bei seinen Aktienkäufen als bei seiner Liquidität oder den Anleihebeständen”.

Bereits in der Vergangenheit zeigte sich Buffett alles andere als zufrieden mit den Erträgen aus den Festverzinslichen: Die niedrigen Renditen bedeuteten, dass Versicherer und andere Bondinvestoren „verfallende Vermögenswerte” hielten, so der 83-Jährige.

Kommentare (1)

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10.03.2014, 19:57 Uhr

Auch schöner Vorspann: "kauft die Holding des Großinvestors massiv Infrastruktur- und den Energietitel". Hä. Welches "den"? Wird bei handelsblatt.de nicht Korrektur gelesen?

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