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05.05.2013

10:19 Uhr

Warren Buffett

Es ist Showtime in Omaha

VonGrischa Brower-Rabinowitsch

Zehntausende Fans sind am Wochenende nach Nebraska gepilgert, um die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway zu erleben. Gastgeber Warren Buffett hat das Fest perfekt inszeniert und seine Jünger bestens unterhalten.

Vor dem Haus von Warren Buffett: Handelsblatt-Reporter Grischa Brower-Rabinowitsch in Omaha.

Vor dem Haus von Warren Buffett: Handelsblatt-Reporter Grischa Brower-Rabinowitsch in Omaha.

OmahaIm Schritttempo fahren die Autos durch die S 55th Street. An der Ecke zur Farnam werden sie langsamer, Fensterscheiben werden heruntergekurbelt und Fotokameras gezückt. Die ganz mutigen parken ihren Mietwagen ein paar Ecken weiter und kommen zu Fuß zurück - zum Haus von Warren Buffett.

Es ist Showtime in Omaha, der Heimat des weltbekannten Investors und Mehrheitseigentümer der Berkshire Hathaway.  Buffett hat am Samstag zur Hauptversammlung geladen und mehr als 42.000 Aktionäre sind der Einladung in den US-Bundesstaat Nebraska gefolgt.

Schon am Vorabend durchstreifen Teilnehmer der Hauptversammlung die gut 400.000 Einwohner-Stadt auf den Spuren ihres Helden Buffett. Der Investor, der auch das „Orakel von Omaha“ genannt wird, hat viele Aktionäre reich gemacht. Sie sind regelrechte Fans des 82-Jährigen, um den sich ein Starkult entwickelt hat. Berkshire Hathaway, seine börsennotierte Investment-Holding ist seit kurzem mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 264 Milliarden Dollar das fünftwertvollste Unternehmen der Welt nach Apple, Exxon, Microsoft und Google.  Im vergangenen Jahr machte Berkshire fast 15 Milliarden Dollar Gewinn.

Buffett selbst ist mit einem Vermögen von 57 Milliarden Dollar der drittreichste Mann der Welt nach seinem Freund und Microsoft-Gründer Bill Gates, der im Aufsichtsrat von Berkshire sitzt, und dem Mexikaner Carlos Slim. Trotzdem ist Buffetts Haus unbewacht, nirgendwo sind Sicherheitskräfte zu sehen, es brennt Licht und zwei Autos parken in der Einfahrt. Japaner, Chinesen, Deutsche und auch Amerikaner nähern sich erst zögernd, dann mutiger für ein Erinnerungsfoto an dem Haus, das Buffett 1958 für 31.500 Dollar gekauft hat und in dem er noch immer wohnt.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Ein paar Meilen weiter ist das Steakhouse Gorat’s, das Lieblingsrestaurant von Buffett. Hierhin lädt er auch die wichtigsten Investoren von Berkshire regelmäßig ein. An diesem Abend lässt er sich zwar nicht blicken, dafür aber viele seiner Jünger. Das Restaurant ist hoffnungslos überfüllt – seit Monaten ausgebucht für diesen und den Samstagabend, wie die junge Dame an der Rezeption erzählt. Dutzende Aktionäre, denen der auffällige, große Shareholder-Ausweis für die Hauptversammlung um den Hals baumelt, kommen ohne Reservierung.

Kommentare (3)

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Norbert

05.05.2013, 10:44 Uhr

Solange es Menschen gibt, die so einen Schwachsinn tun, gibt es Wölfe, welche die dummen Schafe vor sich hertreiben....

Hermosa

05.05.2013, 13:01 Uhr

@ Norbert
"Solange es Menschen gibt, die so einen Schwachsinn tun, gibt es Wölfe, welche die dummen Schafe vor sich hertreiben...."

Mit Ihrem statement gehe ich nicht konform!

Erfolgreiche Menschen haben nunmal eine gewisse Anziehungskraft. So hört man ihnen gerne zu....

das ist auch ok so!

Dabei ist wichitg ,diese Personen nicht zu glorifizieren,sondern für sich selbst Informationen aufzunehmen und seine eigene Strategie daraus zu entwickeln

RumpelstilzchenA

05.05.2013, 14:25 Uhr

#Hermosa
Adolf war auch sehr erfolgreich. Jetzt verstehe ich auch den großen Zulauf.
Hermos, für Sie ist das OK?
Also, die Theorie mit den dummen Schafen leuchtet mir mehr ein.

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