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05.11.2013

09:10 Uhr

Warten auf Draghi-Rede

Renditen der Bundesanleihen steigen

Analysten erwarten einen Kommentar von Mario Draghi zur aktuellen Zinsdiskussion. Dieser wird wohl Auswirkungen auf die Bundesanleihen haben. Im Moment steigt die Rendite der Bundesanleihen.

EZB-Präsident Mario Draghi: Von ihm erwarten Analysten neue Impulse. ap

EZB-Präsident Mario Draghi: Von ihm erwarten Analysten neue Impulse.

FrankfurtDie Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist am Dienstagmorgen um gut einen Basispunkt auf 1,69 Prozent gestiegen. Der Bund Future ging um fünf Basispunkte auf 141,84 Prozent zurück. Die Rendite von US-Treasuries stieg um einen Basispunkt auf 2,61 Prozent.

Die Helaba-Analysten Johannes Jander und Ulrich Wortberg rechnen nicht damit, dass EZB-Präsident Mario Draghi am heutigen Dienstag auf einer Regionalkonferenz die Gelegenheit nutzen wird, die aktuelle Zinsdiskussion zu kommentieren, nachdem sich schon am Montag EZB-Vizepräsident Constancio nicht zur aktuellen Geldpolitik äußerte.

„Sollten auch von Draghi keine Kommentare kommen, wovon wir ausgehen, würde es in Bezug auf die am Donnerstag stattfindende EZB-Ratssitzung keine verbale Vorbereitung auf eine Reduzierung der Leitzinsen geben”, so die Ökonomen. “Wir halten an unserer Erwartung fest, wonach es in diesem Monat nicht zu einer Zinssenkung kommen wird. Die Währungshüter werden sich aber alle Optionen offen halten und möglicherweise Spekulationen einer Lockerung der Geldpolitik im nächsten Monat schüren.”

Zehnjährige spanische Anleihen rentierten mit 4,01 Prozent kaum verändert, die Rendite entsprechender italienischer Bonds war mit 4,11 Prozent einen Basispunkt höher als am Vortag. Österreich begibt am Dienstag fünf- und zehnjährige Anleihen, Großbritannien kommt mit 40-jährigen Bonds; außerdem treten Griechenland, Belgien, die Schweiz und Malta mit der Begebung von Geldmarktpapieren am Primärmarkt auf.

Kommentare (3)

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Rechner

05.11.2013, 10:10 Uhr

Der Bestand der von der EZB im Rahmen des SMP-Programms gehaltenen Staatsanleihen ist letzte Woche durch Fälligkeiten um weitere 4 Milliarden zurückgegangen.

"As no SMP transactions were settled last week and a volume of EUR 4081 million matured, the rounded settled amount - and the intended amount for absorption accordingly - is at EUR 184.0 billion."

http://www.ecb.europa.eu/mopo/implement/omo/html/index.en.html [TAB "Ad-hoc communications"]

Von ursprünglich 219,5 Mrd sind noch 184 Mrd übrig - 35,5 Mrd wurden von den Emittenten (Griechenland, Italien, Spanien, Urland, Portugal) bei Fälligkeit zurückgezahlt.

++++++++

In der Woche zum 25. Oktober 2013 wurden 5,199 Milliarden LTRO-Kredite zurückgeführt.

Von den ursprünglich 1.018 Mrd Euro LTRO-Krediten sind inzwischen 365 Mrd zurückgezahlt worden und 653 Mrd noch ausstehend.

http://www.ecb.europa.eu/press/pr/wfs/2013/html/fs131029.de.html

Account gelöscht!

05.11.2013, 11:51 Uhr

Von WEM denn bitte zurückgezahlt? Und vor allem: VON WAS?!

Rechner

05.11.2013, 15:03 Uhr

'dyndre53' fragt
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Von WEM denn bitte zurückgezahlt?
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Die Staatsanleihen wurden von den Emittenten (Griechenland, Italien, Spanien, Irland, Portugal) zurückgezahlt, und die LTRO-Kredite von den Banken.

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'dyndre53' fragt
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Und vor allem: VON WAS?!
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Griechenland, Irland und Portugal haben die erforderlichen Mittel überwiegend mit ihren EFSM/EFSF Programmen refinanziert, und einen kleineren Teil an den Kapitalmärkten.

Italien und Spanien haben die erforderlichen Mittel ausschließlich an den Kapitalmärkten refinanziert.

Die Banken haben die 365 Milliarden die sie an LTRO-Krediten zurückgezahlt haben überwiegend am Interbankenmarkt refinanziert, zweitens aber auch durch Kundeneinlagen und drittens in geringem Umfang auch durch Eigenmittel und Bilanzverkürzung (Nettorückfluß eigener Ausleihungen).

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