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31.07.2012

17:23 Uhr

Weltweite Nachfrage

Anleger greifen Unternehmensanleihen zu

Investoren auf der ganzen Welt betrachten Anleihen von Unternehmen immer mehr als sicheren Hafen. Das machte sich im Juli wieder deutlich bemerkbar. Zuwächse gab es auch beim Emissionsvolumen.

Unilever sicherte sich für seine Anleihe rekordniedrige Zinsen. picture-alliance/ dpa

Unilever sicherte sich für seine Anleihe rekordniedrige Zinsen.

In diesem Monat haben Unternehmensanleihen weltweit eine bessere Performance verzeichnet als im gesamten zweiten Quartal. Auch die Bondemissionen steuern auf den stärksten Juli seit drei Jahren zu, da Investoren wachsendes Vertrauen in die Unternehmensfinanzen zeigen.

Im Juli kamen Unternehmensanleihen von den bonitätsschwächsten bis zu den kreditwürdigsten Emittenten auf einen Ertrag von 2,23 Prozent, wie aus Indexdaten von Bank of America Merrill Lynch hervorgeht. Angeführt wurden die Bondemissionen im Volumen von 271,8 Mrd. Dollar seit Ende Juni durch eine Offerte über 7,5 Mrd. Dollar von Anheuser-Busch InBev NV. Zuvor waren die Renditen von Papieren der Kategorie Investmentgrade auf beispiellose Tiefs gesunken waren.

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Emittenten von Unilever NV bis International Business Machines Corp. sichern sich rekordniedrige Zinsen. Investoren sehen die Unternehmenspapiere zunehmend als sicheren Hafen an, nachdem die Ausfallquote von als spekulativ eingestuften Anleihen im zweiten Quartal laut Moody's Investors Service auf 2,7 Prozent zurückgegangen ist, von einem historischen Durchschnitt seit 1983 von 4,8 Prozent.

Unternehmensanleihen “sind die verlässlichste Aktivakategorie bezüglich der relativen und absoluten Performance”, sagt Jack Malvey, Chefstratege weltweite Märkte bei New York Mellon Corp. Die Kreditmärkte nehmen den Ausblick vorweg, " der nicht so düster ist, wie einige Schlagzeilen oder die Schwankungen an den Börsen signalisieren.”

Die Emittenten nutzen einen Großteil der Erlöse aus den Bondemissionen zur Refinanzierung von Verbindlichkeiten, wie aus Daten von Moody's hervorgeht. Etwa 63 Prozent der Emissionen in der Kategorie Investmentgrade und 73 Prozent der Hochzinsanleihen und Bankkredite beinhalteten eine Refinanzierung im zweiten Quartal.

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