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10.01.2013

10:44 Uhr

Wikifolio

Warum Fondsmanager bald überflüssig sind

VonSerkan Dizbay

Die Social Trading Plattform Wikifolio erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mit einem einfachen und transparenten Finanzprodukt können Anleger den besten Tradern folgen. Damit verspricht das junge Start-Up eine Alternative zu klassischen Bankprodukten. Wir machen den Test.

Über die Plattform Wikifolio werden Privatanleger zu Profianlegern. AFP

Über die Plattform Wikifolio werden Privatanleger zu Profianlegern.

DüsseldorfDie allermeisten Fondsmanager sind ihr Geld nicht wert. Sie schaffen es nicht, den Markt zu schlagen. Das kann ich besser. Glauben Sie nicht? Ich werde es Ihnen beweisen. Schauen Sie mal bei Wikifolio rein.

Wikifolio ist eine neue Internet-Plattform, an dem die Verlagsgruppe Handelsblatt beteiligt ist. Sie überträgt das Prinzip von Facebook oder Twitter auf die Geldanlage, man könnte auch sagen: Es ist eine Plattform für „Social Trading“.

Wer er sich zutraut, managt sein eigenes Portfolio, ein sogenanntes Wikifolio. Er kauft und verkauft Wertpapiere wie ein großer Fondsmanager. Jeder kann ihm dabei zusehen. Und wenn er seine Sache gut macht, dann können andere ihm folgen – mit echtem Geld.

Wikifolio

Wikifolios sind konkurrenzlos günstig

Investieren Sie ohne Ausgabeaufschlag und Transaktionskosten innerhalb eines Wikifolios. In Wikifolios können Sie ohne Mindestinvest mit jedem beliebigen Betrag jederzeit ein- und aussteigen. Als fixe Gebühr fällt lediglich die Zertifikategebühr in Höhe von 0,95 Prozent an.

Vollwertiges und transparentes Finanzprodukt

Investieren Sie in ein Wikifolio mit eigener ISIN bei allen führenden Banken und Brokern. Wikifolio- Indexzertifikate werden vom Brokerhaus Lang&Schwarz emittiert. Diese werden von der deutschen Finanzaufsicht Bafin reguliert.

Anleger und Trader profitieren gemeinsam

Teilen Sie im Erfolgsfall die erzielte Rendite mit dem Trader. Die Performance-Gebühr für den Anleger liegt, je nach Wikifolio, zwischen fünf und 30 Prozent.

Profitieren von den Besten

Wikifolios sind die individuellen Handelsideen von erfahrenen und erfolgreichen Tradern. Privatanleger können einen beliebigen Betrag in Wikifolios investieren.

Ich habe mich entschieden, ein Wikifolio aufzulegen, weil ich davon überzeugt bin, dass meine Analagestrategie funktioniert. Ich treffe meine Kauf- und Verkaufsentscheidungen mit Hilfe der Elliott-Wellen. Die Elliott-Wellen-Theorie ist ein hervorragendes Modell zur Beschreibung von Marktbewegungen, weil sie auf der Psychologie der Märkte gründet. Die Kursbewegungen, an den chaotisch wirkenden Finanzmärkten, können so in klar identifizierbare Muster eingeordnet werden. Ein schönes Beispiel für meinen Handelsansatz lieferte ein Setup, welches ich letzte Woche bei Facebook entdeckte. Nach einem schönen Impuls von Mitte November bis Anfang Dezember ging die Aktie in eine kleine Korrekturphase über. Kurz nach Weihnachten gewann die Aktie wieder an Stärke.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die Kraft mit der die Aktie dann in den vergangenen Tagen anstieg, überzeugte mich. Ich setzte darauf, dass die Käufer in den nächsten Tagen weiterhin das Geschehen bestimmen werden. Seit meinem Kauf legte die Aktie um mehr als vier Prozent zu. Einen Teil habe ich schon verkauft. Jedoch befindet sich noch eine kleine Restposition in meinem Depot.

In den vergangenen Jahren habe ich nur für mich gehandelt, durchaus mit Erfolg. Warum ich jetzt in aller Öffentlichkeit handeln will? Weil ich bei Wikifolio ein Zertifikat auf das eigene Portfolio bekomme. Es besitzt eine eigene ISIN und kann bei jedem Online-Broker geordert werden. Damit habe ich die Möglichkeit durch Performance zu glänzen und selbst ein Finanzprodukt am Markt zu haben. Steigt mein eigenes Depot bei Wikifolio um fünf Prozent, so steigt auch der Wert des Zertifikats um fünf Prozent.

Kommentare (21)

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X_TRADER

10.01.2013, 11:43 Uhr

" Fondsmanager " sind auch nur studierte Opfer. Mit Algo-, Scalp- und System- (also intelligenten Daytrading) gilt es schnell rein und wieder schnell raus im Sekunden- oder Minutentakt, selten Stunden.

stefanbauer

10.01.2013, 11:51 Uhr

kleiner Bericht in eigener Sache.
in den letzten Monaten sind diverse Handelsplattformen entstanden, die sowohl transparent als auch günstig sind - zum Teil auch günstiger als "wikifolio". Darüber wird aber nicht berichtet, weil nur an wiki das HAndesblatt als Verlag unternehmerisch beteiligt ist. Meinungshoheit kann eben auch Mehrwerte erzeugen...

PPinvest

10.01.2013, 12:00 Uhr

Ganz starke Idee, die sich hoffentlich durchsetzt !
Die meisten etablierten Fondsmanager schaffen es nicht ihren Vergleichsindex zu schlagen. Neben den anderen Gebühren wird aber zusätzlich eine Performancegebühr verlangt. Diese wird nicht immer nach dem High-Water-Mark-Verfahren berechnet. Zusätzlich gibt es die Verfahren Benchmark-Outperformance und Hurdle Rate. Es ist daher nicht immer notwendig, dass der Fondsmanager Gewinne erzielen musst, um eine Performancegebühr zu erhalten.

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