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21.01.2007

16:53 Uhr

Wochenausblick

Wall Street erwartet Flut von Bilanzen

Eine Fülle von Bilanzen dürfte in der kommenden Woche die Anleger an der Wall Street in Atem halten. Im Blickfeld sind aber auch einige Konjunkturdaten sowie weiterhin der Ölpreis, der jüngst unter die Marke von 50 Dollar gefallen war.

HB NEW YORK. Unter den Hunderten von Unternehmen, die ihre Zahlen vorlegen, ist am Montag der Pharmakonzern Pfizer, der sich auch zu seiner strategischen Ausrichtung äußern will. Investoren rechnen hier nach dem jüngsten Chef-Wechsel mit weit reichenden Änderungen. Am Dienstag folgen mit ihren Bilanzen die Geldhäuser Bank of America und Wachovia sowie Johnson & Johnson und DuPont, während am Mittwoch dann das Augenmerk auf Abbott Laboratoriesliegen dürfte.

Mit Blick auf die kommende Woche zeigen sich die Experten überwiegend optimistisch. "Die Firmen haben im zweiten und dritten Quartal Geld verdient", sagte Michael Cuggino von Permanent Portfolio Funds in San Francisco. "Für die meisten gehe ich davon aus, dass sie auch für das vierte Quartal ziemlich gute Ergebnisse vorlegen."

Doch Carl Birkelbach von Birkelbach Management in Chicago warnt die Anleger, dass ihnen in der kommenden Woche auch durchaus Enttäuschungen ins Haus stehen könnten. Während der Markt im vergangenen Jahr insgesamt zugelegt habe, zeige sich nun ein gemischteres Bild. "Man muss zur richtigen Zeit in der richtigen Branche sein."

Die vergangene Woche ging für die großen Börsenbarometer durchwachsen zu Ende. Der Dow-Jones-Index schloss auf Wochensicht 0,08 Prozent im Plus bei 12.565 Punkten, während der breiter gefasste S&P-500-Index dagegen 0,02 Prozent einbüßte auf 1430 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq gab ihrerseits 2,06 Prozent nach auf 2451 Punkte.

Gegen Ende der Woche dürften die Anleger dann Konjunkturdaten wie die Auftragseingänge für langlebige Güter und den Eigenheimabsatz nach Hinweisen auf den Zustand der US-Wirtschaft durchkämmen.

Schließlich dürfte der Ölpreis für die Investoren weiter von Interesse sein. Die Fluglinien und die Luftfahrtindustrie seien die offensichtlichen Gewinner des kürzlich gesunkenen Ölpreises, sagte Jim Hardesty von Hardesty Capital Management in Baltimore. "Energie ist entscheidend für jedes große Industrieunternehmen." Während die hohen Preise in den vergangenen Jahren das Geschäft eher belastet hätten, wende sich nun das Blatt.

Am Freitag kletterten die Ölpreise zum Ende des Handelstages allerdings wieder in die Höhe. US-Rohöl legte 1,51 Dollar auf 51,99 Dollar je Barrel zu.

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