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11.09.2011

09:30 Uhr

Wochenausblick

Wall Street im Krisenmodus

Auch kommende Woche dürfte die Unsicherheit über die Auswirkungen der Euro-Krise an amerikanischen Börsen den Takt vorgeben. Geschaut wird dabei auf Finanzwerte, die unter der Schuldenproblematik besonders leiden.

Sicher ist nur die Unsicherheit: Der Wall Street steht eine stürmische Woche bevor. AFP

Sicher ist nur die Unsicherheit: Der Wall Street steht eine stürmische Woche bevor.

New YorkDer Wall Street steht eine weitere stürmische Woche bevor. Der Rückzug von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hatte Europas Schuldenprobleme am Freitag mit aller Macht in den Fokus auch der US-Anleger gerückt. Der angekündigte Abgang eines der härtesten Inflationsbekämpfer in der Notenbank wirft Fragen nach den Anleihekäufen auf, die den Markt in letzter Zeit gestützt hatten - und gegen die sich Stark gewehrt hatte. Die Unsicherheit über die Auswirkungen der Euro-Krise dürfte den amerikanischen Börsen auch in der kommenden Woche den Takt vorgeben und Investoren besonders auf Finanzwerte schauen lassen, die unter der Schuldenproblematik besonders leiden. „Unseren Markt kann man direkt an Europas Banken koppeln“, sagt Jack de Gan von Harbor Advisory.

An den Märkten geisterten zudem Gerüchte umher, eine Pleite Griechenlands stehe unmittelbar bevor. Die Regierung hat dies als Marktspekulationen gegen die Gemeinschaftswährung insgesamt zurückgewiesen.

Neben der allgegenwärtigen Euro-Krise erhoffen sich Börsianer Hinweise, ob die stotternde US-Wirtschaft an Schwung gewinnt. Der Einzelhandel legt am Mittwoch seine Umsätze vor, zudem werden ebenfalls am Mittwoch die Erzeugerpreise und am Donnerstag die Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Am Donnerstag stehen auch der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von New York und der Philadelphia Fed Index auf dem Terminplan. Im August waren die beiden Frühindikatoren eingebrochen und hatten dadurch die Rezessionsängste angefacht. Für September sind Analysten nun wieder optimistischer und prognostizieren eine Erholung für beide Indizes. „Jedes bisschen an Daten zeigt uns im Prinzip, in welchem Zustand die Wirtschaft nun wirklich ist“, sagt Analystin Kim Caughey Forrest von der Fort Pitt Capital Gruppe. Allerdings erwartet Forrest Überreaktionen der Anleger.

Die Konjunkturdaten der vergangenen zwei Monate hatten kaum Anlass für Optimismus gegeben. Das Programm von Präsident Barack Obama, den Arbeitsmarkt mit einem 450 Milliarden Dollar schweren Konjunktur Paket anzukurbeln, hatte Investoren nicht überzeugt - denn unsicher ist, wie viel Obama gegen den Widerstand der Republikaner überhaupt durchsetzen kann.

Von

rtr

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