Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2004

23:02 Uhr

Zahlen zu neu geschaffenen Stellen in den USA weit unter Erwartungen

US-Börsen schließen schwächer

Die US-Arbeitsmarktdaten haben am Freitag die Stimmung an den New Yorker Börsen deutlich eingetrübt. Negative Analysten-Kommentare taten ihr Übriges.

HB BERLIN. Belastet von schwachen Konjunkturzahlen haben die US-Märkte den Handel am Freitag mit deutlichen Abschlägen beendet. Die jüngsten Zahlen zu den neu geschaffenen Stellen auf dem US-Arbeitsmarkt waren weit unterhalb der Markterwartungen ausgefallen.

Der Dow-Jones-Index der führenden Industriewerte verlor bis zur Schlussglocke 1,3 Prozent auf 10 458,89 Punkte, der Composite-Index an der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,6 Prozent auf 2 086,92 Punkte. Nach der Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen verbuchte der Euro kurzzeitig ein neues Allzeithoch bei 1,285 Dollar.

Einer der schwächsten Werte am Dow waren die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa, obwohl das Unternehmen am Vorabend eine deutliche Gewinnsteigerung bekannt gegeben hatte. Jedoch speiste sich diese weniger aus dem operativen Geschäft als vielmehr aus dem niedrigen Steuersatz des Konzerns und aus Versicherungsabrechnungen. Alcoa verloren schließlich 3,6 Prozent. Unterdessen verloren die Titel von IBM 2,0 Prozent. Dem weltweit größten Computerkonzern droht eine Klage seitens der US-Börsenaufsicht.

Ein negativer Analystenkommentar setzte die Aktien der Telefongesellschaft AT&T unter Druck. Sie verloren 4,2 Prozent. Zugleich gaben die Aktien des Computerkonzerns Hewlett Packard (HP) 2,1 Prozent ab, nachdem eine Kooperation des Unternehmens mit Apple bekannt geworden war. Stärkster Verlierer im Dow waren SBC Communications mit einem Abschlag von 5,0 Prozent nach einer Analysten-Herabstufung.

Im Dezember entstanden in den USA 1 000 neue Arbeitsplätze, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Experten hatten allerdings mit einer Steigerung von netto bis zu 150 000 Stellen gerechnet. Zugleich gab das Ministerium bekannt, dass die Arbeitslosenquote im Dezember auf 5,7 Prozent von 5,9 Prozent im November gefallen sei.

Der amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa hat im Gesamtjahr 2003 mit 1,034 Milliarden Dollar seinen höchsten Betriebsgewinn seit drei Jahren ausgewiesen. Das teilte das US-Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Im Vorjahr belief sich noch das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft auf 476 Millionen Dollar.

Der Reingewinn sei 2003 um 123 Prozent auf 938 Millionen Dollar gewachsen. Der Umsatz habe gleichzeitig um sechs Prozent auf 21,5 Millairden Dollar zugenommen.

Die beiden Computerkonzerne Apple und Hewlett-Packard (HP) haben eine weit reichende Zusammenarbeit beschlossen. Wie das «Wall Street Journal» am Freitag auf seiner Internetseite berichtete, wird HP künftig das Multimediagerät iPod von Apple unter eigenem Namen verkaufen.

Apple lässt damit erstmals in der Firmengeschichte eigene Hardware von einem anderen Unternehmen unter anderem Namen weiterverkaufen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×