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22.01.2007

14:45 Uhr

Zinswende unwahrscheinlich

Hoffnungen auf Zinssenkungen schwinden

In nächster Zukunft wird es wohl keine Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve geben. Experten sehen allerdings aufgrund der positiven Wirtschaftsdaten lediglich eine zeitliche Verschiebung nach hinten.

(noh) FRANKFURT. Die Chancen, dass die amerikanische Notenbank Federal Reserve in den nächsten vier Monaten die Zinswende nach unten einleiten könnte, haben sich in den Augen der Marktteilnehmer fast völlig verflüchtigt. Deshalb stieg die Rendite zweijähriger Staatsanleihen, die besonders sensibel auf Leitzinserwartungen reagieren, im Wochenverlauf um vier Hundertstel auf 4,92 Prozent. Allerdings bedeuten die guten Wirtschaftsdaten der vergangenen Tage und Wochen für die meisten Akteure nur eine Verschiebung der erwarteten Zinssenkungen nach hinten. Das lässt sich daran ablesen, dass die Rendite der zehnjährigen Treasuries bei 4,78 Prozent, knapp einen halben Prozentpunkt unterhalb des geltenden Leitzinses, stabil blieb.

Patrick Franke von der Commerzbank teilt diese Einschätzung des Marktes und erklärt dies damit, dass das ungewöhnlich warme Wetter und der gesunkene Ölpreis für die unerwartet günstigen Wirtschaftsdaten verantwortlich sein dürften.

An europäischen Märkten gehen die Teilnehmer unverändert davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Zinserhöhungskurs fortsetzen und ihren Leitzins in zwei Schritten bis September auf vier Prozent anheben wird. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe gab entsprechend nur marginal auf 4,05 Prozent nach.

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