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02.09.2014

13:47 Uhr

Zweifel an der EZB

Ende der Rally bei europäischen Staatsanleihen?

Die Aufwärtsbewegung an den Euroraum-Anleihenmärkten hat ein Ende. Die deutschen Bundesanleihen und ihre italienischen und spanischen Pendants haben am Dienstag nachgegeben. Der Grund: Zweifel an möglichen EZB-Maßnahmen.

Eine Ein-Euro-Münze vor dem deutschen Adler: Deutsche Bundesanleihen rentierten zuletzt etwas höher. dpa

Eine Ein-Euro-Münze vor dem deutschen Adler: Deutsche Bundesanleihen rentierten zuletzt etwas höher.

Europäische Staatsanleihen haben am Dienstagmittag nachgegeben. An den Märkten waren Zweifel darüber aufkommen, inwieweit die europäische Zentralbank ihre Geldpolitik weiter lockern könnte.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten vier Basispunkte höher bei 0,819 Prozent. Den August hatten Bunds mit dem achten Monatsgewinn in Folge beendet. Am Terminmarkt verlor der Bund- Future um 41 Basispunkte auf 151,38 Prozent.

„Der Markt war nach Kommentaren von Draghi in der vergangenen Woche sehr euphorisch“, sagte Allan von Mehren, leitender Analyst bei Danske Bank A/S in Kopenhagen, „vieles ist aber schon eingepreist. Wir könnten Gewinnmitnahmen sehen, denn Draghi könnte nicht so viel tun wie der Markt einpreist. Wir erwarten höhere Renditen vor der Sitzung.“

Zur Zeit rechnen fünf Ökonomen für die EZB-Sitzung mit einer Senkung des Refinanzierungssatzes um zehn Basispunkte, wie eine Umfrage von Bloomberg News zeigt. Die übrigen 50 Volkswirte rechnen nicht mit einer Änderung der Geldpolitik.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Zehnjährige Anleihen aus Italien gaben ab und rentierten zuletzt einen Basispunkte höher bei 2,43 Prozent. Spanische Bonds rentierten einen Basispunkte höher bei 2,25 Prozent.

Für den ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA wird mit einem Verbleib auf Höchstständen seit April 2011 gerechnet. Die Rendite von US-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit war zuletzt vier Basispunkte höher bei 2,38 Prozent.

Am Primärmarkt hat Großbritannien vier Mrd. Pfund an 2020 fälligen Bonds zu einer Rendite von 1,939 Prozent platziert. Britische Gilts gerieten um die Auktion unter Abgabedruck und rentierten zuletzt fünf Basispunkte höher bei 2,4 Prozent.

Kommentare (2)

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Herr Dipl. Ing.

02.09.2014, 14:11 Uhr

Steigende Kurse bei Anleihen sind nur durch sinkende Zinsen möglich. Durch die derzeit sehr niedrigen Zinsen dürften noch deutlich geringere Zinsen unwahrscheinlich sein, zumal die Schuldner nicht die beste Bonität vorweisen. Daher dürfte die Rally endgültig vorbei sein. Da bei steigenden Zinsen mit teilweise erheblichen Kursverlusten zu rechnen ist und zudem noch das Emittentenrisiko besteht, dürften (Staats-)Anleihen in Zukunft keine gewinnbringenden Anlagen darstellen.

Herr Jack White

02.09.2014, 18:15 Uhr

EZB und Helvetii-Monetary-Union in der Anthroplogie.
Um die Jahre 235 n. Chr. war die roemische Monetary Union bankrottiert worden und war zahlungsunfaehig. Die Konsequenz war wirtschaftlicher Zerfall vom Roemischen Reich und Kollaps des korrupten Rom Economic Modelles. Die Prozykliteat zwischen Rome Empire und der EZB (gleiche Denkweiase fuehrt zum gleichen Resultat) ist bedenklich gleich. Denn die Rome Monetary Union ist das offizelle Modell der EZB. Die Helvetii-Monetary-Union erklaert sehr gut wie es war und wie es heute ist. Der Schweizer Franken bleibt stabil.

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