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11.07.2017

08:45 Uhr

Börsenprognosen

Keine Angst vor dem Angstbarometer

VonGertrud Hussla

Je größer die Angst an den Börsen, umso heftiger die Kursausschläge. Zurzeit ist es eher still: Der V-Dax, der erwartete Dax-Schwankungen widerspiegelt, ist niedrig. Das macht vielen Marktkommentatoren erst recht Sorge.

Erwarten die Börsianer ein heftiges Rauf und Runter, dann können sie locker auf hohe oder niedrige Stände des Dax wetten. ddp images/Thomas Lohnes

Börsenhandel in Frankfurt

Erwarten die Börsianer ein heftiges Rauf und Runter, dann können sie locker auf hohe oder niedrige Stände des Dax wetten.

DüsseldorfEs scheint wie ein Widerspruch: Derzeit erwarten Anlegerprofis, dass die Kurse an den Börsen künftig nur gering schwanken. Doch gerade deswegen warnen jetzt Analysten: Vorsicht, wenn die Erwartungen an einen ruhigen Börsenverlauf so hoch sind, dann könnte bald ein Unheil losbrechen.

Sie sehen es wie eine Ruhe vor dem Sturm. Wenn keiner mehr mit einem Einbruch der Kurse rechnet, dann ist die Gefahr besonders groß. „Die Sorglosigkeit der Anleger ist bedenklich“, verkündeten Analysten der BayernLB schon im März. Auch jetzt sind solche Kommentare wieder zu lesen, auch im Handelsblatt. Haben die Warner recht?

Gemessen wird die Schwankungsbreite in Deutschland gerne anhand des Volatilitäts-Index, dem sogenannten V-Dax. Dieser dümpelt ziemlich niedrig bei 15 Punkten und weniger herum. Der Index misst die erwartete Schwankungsbreite für die kommenden 30 Tage anhand der auf den Leitindex gehandelten Optionen. Er heißt deshalb auch „Angstbarometer“.

Erwarten die Börsianer ein heftiges Rauf und Runter, dann können sie locker auf hohe oder niedrige Stände des Dax wetten und mit relativ guter Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass ihre Wette innerhalb der Laufzeit ihrer Option aufgeht. Irgendwann wird der Dax bei dem Auf und Ab schon die erwartete Marke erreichen. Bei hohen Schwankungsbreiten werden diese Wett-Papiere deshalb auch ziemlich teuer, der V-Dax geht nach oben.

Rechnen die Börsenteilnehmer dagegen eher mit minimalen Kursschwankungen, sind die Chancen, dass ihr Papier in den kommenden Wochen deutlich wertvoller wird, eher niedrig, die Optionen sind billig, der V-Dax ist im Keller. 

Wenn man sich anschaut, wie sich Dax und V-Dax über Jahre bewegt haben, ergibt sich ein frappierendes Bild: Sobald der Leitindex abstürzte, schoss der V-Dax nach oben. Zuvor war er eher niedrig geblieben. Und umgekehrt. Wenn es mit den Börsen lange aufwärts geht, sackt der V-Dax immer weiter ab.

Kommentare (6)

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Herr Toni Ebert

11.07.2017, 09:05 Uhr

Dank dem Hoffnungsträger Mr. Trump haben wir bisher eine sehr gute Entwicklung der aktien erleben dürfen. Trump bringt Hoffnung und Reichtum für alle und das sieht man auch deutlich an nachlassender Arbeitslosigkeit und steigenden Renditen. Reich wird man aber nur, wenn man Terroristen (IRAN.....) fern hält und auch den Zuzug von Vergewaltigern und Drogendealern aus dem Süden zwingt, sich nur über die off. Grenzübergänge der Überprüfung zu stellen.

so lange Trump regiert muss man sich keine Angst machen, dass es weltweite Wirtschafts-Krisen geben wird. die Brandstifter aus den Fake-News schaut man jetzt auf die Finger und auch die FED, Sores & Co müssen damit rechnen, dass man sie ausstoppt bevor sie wieder die Welt in den Abgrund stürzen wollen.

Was Greenspan und seine Glaubensbrüder 2007 gemacht haben, wird sich unter Trump nicht wiederholen. Leider hat Obama derzeit verhindert, dass man die Brandstifter zur Rechenschaft zieht. Diesen Fehler wird Trump nicht machen, er ist ein Mann der Ehre.

Herr Peter Spiegel

11.07.2017, 10:21 Uhr

So ist es Herr Ebert, im Schatten der Reichen lebt es sich immer besser als bei den Armen. Diese einfache Erkenntnis und daß man sich die Armen und Beladenen,
möglichst mit anderen kulturellen Hintergrund, vom Hals hält, fehlt der europäischen Führung völlig. Dafür erhält man täglich Fake-News mit zahlreichen Nebelkerzen, die dann so rauchen wie die in Hamburg, der neuen deutschen No-go-Area. Weitere werden folgen, denn man braucht mehr Polizei um Aufstände zu verhindern. So schafft man eben die nötigen Beweise für Ermächtigungsgesetze.

Herr Toni Ebert

11.07.2017, 10:35 Uhr

---@ Herr Peter Spiegel11.07.2017, 10:21 Uhr
So ist es Herr Ebert, im Schatten der Reichen lebt es sich immer besser als bei den Armen.

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Leben heißt lernen und jeder sollte dort sein dürfen, wo er am besten Lernen kann. Es gibt Menschen, die lernen besser, wenn sie von Reichtum umgeben sind, andere lernen besser, wenn sie, durch Not, gezwungen werden sich zu bewegen. Es ist ein Fehler, Menschen einfach so H4 zu geben und sie alleine zu lassen. sie verfallen in Inaktivität und versäumen das Lernen. Ein umsonst gelebtes Leben.

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