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14.03.2012

10:21 Uhr

Börsenrally

Warum der Dax immer noch billig ist

VonUlf Sommer

Der Dax hat die Marke von 7000 Punkten geknackt und legt weiter zu. Die plötzliche Börsenrally entspringt nicht etwa einer grenzenlosen Euphorie. Die Gründe sind ganz real - und viele Aktien immer noch günstig.

Der Dax hat die Marke von 7.000 Punkten erreicht. Zuletzt war dies im August 2011 der Fall. dapd

Der Dax hat die Marke von 7.000 Punkten erreicht. Zuletzt war dies im August 2011 der Fall.

DüsseldorfWer sich zum Jahreswechsel getraut hat, in die stark angeschlagene und vom Staat aufgefangene Commerzbank zu investieren, hat an der Börse fast 50 Prozent gewonnen. Und auch vorsichtigere Anleger, die Aktien der vor Kraft strotzenden Industriekonzerne Daimler und BMW kauften, erzielten in siebeneinhalb Wochen knapp 40 Prozent Wertzuwachs.

Diese drei Gewinner-Aktien zeigen: Die Anleger haken die Finanz- und Schuldenkrise ab und lassen auch die Konjunktursorgen hinter sich. Sie spekulieren auf die Genesung der Banken und vor allem auf eine gute Wirtschaftsentwicklung. Unter dem Strich hat der Dax seit Jahresbeginn rund 20 Prozent gewonnen - erstmals seit vergangenem Sommer notiert er wieder über 7000 Zählern.

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Am meisten profitieren die vielen konjunkturempfindlichen Aktien im Deutschen Aktienindex – allen voran die der Autohersteller. Ihre Papiere hatten in den düsteren August-Wochen 2011, als der Dax mehr als 2 000 Punkte verlor und viele Investoren auf eine globale Rezession spekulierten, am meisten verloren. Danach drehte sich die Stimmung. Die Wette auf eine gute Zukunft brachte Gewinneraktien wie Infineon, Volkswagen und MAN Zuwächse von deutlich mehr als 20 Prozent.

Der plötzliche Optimismus entspringt nicht etwa einer grenzenlosen Euphorie wie noch zu Zeiten der Technologieblase zur Jahrtausendwende. Diesmal ist der Hintergrund ganz real: Die Unternehmen verdienen prächtig – und ihre Anteilsscheine sind an der Börse trotz gestiegener Kurse immer noch niedrig bewertet.

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Zwar endet die Serie zweistelliger Gewinnzuwächse, die die Dax-Konzerne acht Quartale in Folge verbuchen konnten. Doch mit dieser leichten Abschwächung hatten Anleger angesichts der hohen Ausgangsposition bereits vor Beginn der Quartalssaison gerechnet.

Viel wichtiger ist: Die Sorge aus dem vergangenen Jahr, dass dem Konjunkturboom und den hohen Unternehmensgewinnen nun der Absturz folgt, ist der Hoffnung gewichen, dass sich die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr fortsetzt. Zwar „nur“ mit stagnierenden Gewinnen auf dem Niveau der knapp 75 Milliarden Euro, die die 30 Dax-Konzerne 2011 netto verdienten. Doch das wäre – wie schon im vergangenen Jahr – das zweitbeste Ergebnis in der deutschen Firmengeschichte.

Kommentare (23)

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14.03.2012, 10:36 Uhr

Hallo Herr Sommer,
immer nach dem Motto: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an. Tolle Kompetenz !!! Aber was kann man schon anderes von den "sogenannten Experten" erwarten.

Clev

14.03.2012, 10:43 Uhr

Es muss solche Leute vom Schlage eines Herrn Sommer geben, damit eine Hausfrauen-Hausse auch sicher in Gang kommt.
Substantiell ist in dem Artikel nichts erwähnt, das nicht schon lange bekannt ist, und die Risiken - die weiter bestehen - sind vollständig ausgeblendet.

Eine Momentaufnahme der gegenwärtigen Marktstimmung - mehr ist dieser Artikel nicht. Man darf also getrost annehmen, dass auch eine Spekulation in die andere Richtung spätestens dann, wenn Leute wie Herr Sommer den Lämmern den Weg weisen, eine lohnende Sache ist.

Account gelöscht!

14.03.2012, 10:52 Uhr

Herr Sommer nennt alle nebensächlichen Gründe und vergisst mit Absicht oder ohne Absicht den wichtigsten Grund, nämlich die eine Billion Euro, welches die EZB in den Banken gepumpt hat und den Geldfluss aus GR und anderen Krisenländern der EU nach Deutschland. Richtig ist allerdings, dass einige, nicht alle, guten Deutschen Unternehmen preiswert zu haben waren und sind.

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