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22.06.2016

18:41 Uhr

Brexit

Zocken wie Soros

VonGeorgios Kokologiannis

Wer am Donnerstag ein Brexit-Votum der Briten erwartet, kann mit Währungswetten gegen das Pfund kurzfristig viel Geld verdienen. Doch auch die Verlustrisiken sind extrem.

Frankfurtd

Der Starinvestor hat 1992 mit Wetten gegen das britische Pfund Milliarden verdient. Reuters

George Soros

Der Starinvestor hat 1992 mit Wetten gegen das britische Pfund Milliarden verdient.

Kurs-Chaos an den Börsen und negative Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft fürchten Investmentprofis, falls die Briten bei der Volksbefragung am Donnerstag ihren Austritt aus der Europäischen Union wählen.

„Lediglich einige Spekulanten, die auf einen Brexit gesetzt hätten, würden ‚sehr reich werden‘, warnt etwa der US-Multimilliardär und Starinvestor George Soros in der Londoner Zeitung "The Guardian". Und da der Wahlausgang wenige Stunden vor dem Referendum völlig offen erscheint, raten Experten defensiven Anlegern sich mit Engagements lieber zurückzuhalten.

Auch wenn in den vergangenen Tagen die Austritts-Gegner in einigen Erhebungen minimal vorne lagen: Die Umfrageergebnisse lägen nah beieinander und die Gefahr sich zu verbrennen sei groß, sagt Joe Rundle vom britischen Brokerhaus ETX Capital.

Diese Einschätzung teilt Christine Romar, Derivatspezialistin bei der Citigroup: „Angesichts des ungewissen Ausgangs und der nur wenig absehbaren Folgen des Referendums bietet sich eine direkte Positionierung pro oder contra Verbleib Großbritanniens in der EU kaum an“, so die Fachfrau. Vieles spreche jedoch dafür, sich auf weitere Schwankungen vorzubereiten und vorsichtig zu positionieren.

Von Zockern und Spekulanten: Wetten auf den Brexit

Von Zockern und Spekulanten

Wetten auf den Brexit

Wer auf einen Ausstieg der Briten aus der EU setzt, kann damit viel Geld verdienen. Mit welchen Anleihen, stabilen Währungen, Gold und direkten Wetten Investoren Kapital aus einem Brexit schlagen können.

Wer an der Börse im Falle eines „Brexit“ zu den wenigen Gewinnern gehören möchte, kann am unmittelbarsten durch Währungswetten davon profitieren – und sich gegen das Pfund positionieren: „Sollten die Briten für einen Ausstieg des Landes aus der EU stimmen, wäre ein starker Einbruch des Pfund wahrscheinlich", sagt Devisenspezialist Michael Rottmann von der italienischen Großbank Unicredit.

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