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02.08.2012

13:27 Uhr

Britische Notenbank

Bank of England weitet Konjunkturhilfen nicht aus

Die britische Notenbank gönnt sich trotz vertiefter Rezession und abnehmenden Preisdrucks im Vereinigten Königreich eine geldpolitische Verschnaufpause. Leitzins und Anleihenkäufe bleiben unverändert.

Wenig Bewegung bei der Bank of England. dpa

Wenig Bewegung bei der Bank of England.

LondonTrotz der Rezession in Großbritannien weitet die Bank von England (BoE) ihre Konjunkturhilfen vorerst nicht aus. Das Volumen der Staatsanleihenkäufe werde nicht über den jüngst beschlossenen Umfang von 375 Milliarden Pfund hinaus ausgedehnt, teilte die Notenbank am Donnerstag nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses mit. Den Leitzins beließen die Zentralbanker um BoE-Chef Mervyn King wie erwartet bei 0,5 Prozent.

Die Zentralbank hatte Anfang Juli beschlossen, ihr Anleihen-Kaufprogramm um 50 Milliarden Pfund auszudehnen. Die Käufe sollen binnen vier Monaten getätigt werden und die Wirtschaft ankurbeln. Aufschluss über den weiteren Kurs der Notenbank dürften die Wachstums- und Inflationsprognosen bieten, die King am 8. August vorlegt.

Experten hatten mit diesen Entscheidungen gerechnet, obwohl sich die Rezession der britischen Wirtschaft zuletzt weiter verschärft hatte. Das Wachstum in der drittgrößten EU-Volkswirtschaft ist seit dem vierten Quartal 2011 rückläufig.

Großbritannien mit dem führenden Finanzstandort London leidet noch immer unter den Spätfolgen der Weltfinanzkrise. Die Wirtschaftsleistung brach im Frühjahr sogar so stark ein wie seit dem Höhepunkt der Rezession Anfang 2009 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte zwischen April und Juni um 0,7 Prozent zum Vorquartal und damit zum dritten Mal in Folge.

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