Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.06.2013

14:22 Uhr

Bruns Breitseite

Das Ehe-Privileg ist anscheinend obsolet

VonChristoph Bruns

Mit der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sind nun nur noch Alleinstehende vom Staat benachteiligt. Konsequenter wäre es aber gewesen, den Schutz der Ehe ganz aus dem Grundgesetz zu streichen.

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Der Anlagestratege

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Die Bürger und die Parteien in Deutschland haben sich schon lange damit abgefunden, dass die Bundesrepublik ein geburtenarmes Land ist. Letzteren ist nichts Wirksames eingefallen, um diesen seit dem Ende der 1960er-Jahre anhaltenden Trend umzukehren. Nun hat das Bundesverfassungsgericht die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der gemäß §6 GG grundgesetzlich privilegierten Ehe angemahnt. Im Resultat werden fortan nur noch Alleinstehende vom Staat benachteiligt.

In der Gruppe der Alleinstehenden befinden sich naturgegeben besonders viele junge Erwachsene. Gleichzeitig hört man aus Regierungskreisen, dass der Zuzug junger gut qualifizierter Menschen ausdrücklich gewünscht und gefördert werden soll. Die Kanzlerin sprach jüngst von einer „Willkommenskultur“, die geschaffen werden müsse, um solche Leute anzulocken. Diskriminierung und Willkommenskultur passen aber nicht zusammen!

Konsequenter wäre es insofern, den besonderen Schutz der Ehe aus dem Grundgesetz gänzlich zu streichen und alle volljährigen Bürger, egal ob alleinstehend oder in einer wie auch immer gearteten Partnerschaft lebend, mit gleichen Rechten und Pflichten auszustatten.

Überhaupt wäre die Politik gut beraten, angesichts unseres schrumpfenden Landes das Grundgesetz auf Streichparagraphen hin zu durchforsten. Es könnte etwa das Amt des Bundespräsidenten samt seiner zwei Dienstsitze (jeweils Schlösser!) ersatzlos gestrichen werden. Außerdem bedarf es einer Zusammenlegung von Bundesländern, um Einsparungen erzielen zu können. Und einem schrumpfenden Land stünden auch verkleinerte Parlamente gut an. Vom Beamtenapparat gilt Nämliches und die vielen Gender-Lehrstühle sind ebenfalls verzichtbar.

Kommentare (33)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

johann

13.06.2013, 14:40 Uhr

Angesichts der steigenden Weltbevölkerung von aktuell 7
Milliarden Menschen auf in 2025 8,17 Milliarden erscheint mir Ihr Artikel sinnfrei.
Gruß

pelle

13.06.2013, 15:00 Uhr

Ich schließe mich Ihnen an. Nicht die Ehe, sondern die Familie bedarf Schutz. Das GG muß nicht nur an dieser Stelle der Moderne angepasst werden.

azaziel

13.06.2013, 15:05 Uhr

Angesichts der Tatsache, dass sich die steigende Weltbevoelkerung einen Scheissdreck um die Rente von Johann kuemmern wird, erscheint mir Ihr Beitrag sinnfrei.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×