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14.02.2013

16:14 Uhr

Bruns Breitseite

Die Börse hakt die Euro-Krise ab

VonChristoph Bruns

Wenn wir in wenigen Jahren die Börsenchronik durchblättern, wird eine alte Börsenwahrheit bestätigt sein: Die Krise, hier die Euro-Schuldenkrise, bietet klugen Investoren hervorragende Einstiegschancen bei Aktien.

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Der Anlagestratege

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Besonders europäische Aktien, zumal solche aus den Krisenländern, waren mitunter zu wahrhaftigen Schnäppchenpreisen zu haben. Der zwischenzeitlich viel diskutierte Gedanke, ein so wichtiges und überwiegend vorteilhaftes Konstrukt wie die Europäische Union beziehungsweise die gemeinsame Währung Euro würde wie ein ungeliebtes Möbel auf die Müllhalde geworfen, hat sich als erstklassiger Nährboden für erfahrene Aktienanleger erwiesen. Man schaue sich einmal die Kursentwicklung bei Indra Sistemas in Spanien, De Longhi in Italien oder Irisch Continental in Irland an.

Inzwischen spricht sich an den Börsen herum, dass die Deutungshoheit über Europa und den Euro nicht allein den Angelsachsen, die ein Interesse am Scheitern des Euro haben, den Internet-Wutforisten und den volkswirtschaftlichen Krämerseelen zukommt. Fundamental wichtige Sachverhalte wie die europäische Union und der Euro dürfen nicht ausschließlich ökonomisch beurteilt werden.

Zwar ist richtig, dass langfristig politisch nur klug ist, was auch ökonomisch vernünftig ist, so jedenfalls der ehemalige Präsident der Bundesbank Karl Otto Pöhl. Aber es zeigt sich hier einmal mehr, dass Politik – wie Bismarck zu Recht meinte – die Kunst des Möglichen ist und keineswegs nur reine Nationalökonomie. Nota bene: Wie es um diese Lehre steht, konnte in den vergangenen Jahren gut beobachtet werden.

Derweil wächst die Weltwirtschaft recht robust, insbesondere in Asien, wo zwei Drittel der Erdbevölkerung lebt. Aber auch der mittlere Osten und sogar Afrika zeigen mitunter positive Tendenzen. Selbst Nordamerika hat aufgrund des dortigen Kohlenstoff-Booms und des sich verbessernden Immobilienmarktes einiges an Phantasie zu bieten – trotz aller Unkenrufe. Hieran teilzuhaben ist die strategische Stoßrichtung der meisten börsennotierten Unternehmen. Gerade deutsche Unternehmen machen angesichts ihrer internationalen Ausrichtung (Stichwort Export) dabei derzeit eine gute Figur.

Kommentare (11)

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KORRUPTUS

14.02.2013, 16:38 Uhr

Ja ist denn heute schon Weihnachten Hr. Bruns? Was haben Ihnen die Banken für diesen Artikel versprochen? Der kluge Anleger hält sich seit 2008 vollständig aus dem Aktienmarkt heraus werter Hr Bruns!

Warum wurden zum Ausbruch der "Finanzkrise 2008" nochmals die Bilanzierungsregeln zu Gunsten der Banken in Deutschland im Eilverfahren durch den Bundestag gepeitscht?

Was wäre wenn diese Banken nach den Grundsätzen ordentlicher Kaufleute Bilanzieren müssten oder besser von "unabhängigen Institutionen" (nicht von den BIG FOUR) bilanziert würden?

Dreimal dürfen Sie raten werter Hr. Bruns!

Wickie

14.02.2013, 17:07 Uhr

Kauft Aktien Leute, DAX bald auf 9000, DOW am ATH. Die Marktschreier sind wieder aktiv. Ein schöner Kontraindikator m. E. Die "Großen" warten auf die Opferlämmer die ihnen ihre Positionen abkaufen und gehen selber short. Dann fällt wieder der Boden raus, DAX 5000 und alle sind betrübt. Dann beginnt das Spiel von vorn und manch einer ist wieder ärmer.

Curley

14.02.2013, 17:09 Uhr

Herr Bruns, Sie haben null Ahnung. Warum soll man denn jetzt einsteigen, bei fast 7700 Punkten im Dax. Warum haben Sie denn nicht geraten bei 5000 Punkten einzusteigen. Das wäre doch eine viel bessere Cance gewesen und man hätte heute schon über 50 % Gewinn. Wer hat Sue denn bezhalt, damit Sie die Bürger auffordern den Banken die Aktien zu Höchstkursen abzukaufen ??? Einfach Heuchlerisch !!

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