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18.04.2013

10:58 Uhr

Bruns Breitseite

Gold in der Baisse

VonChristoph Bruns

Die Geburtsstunde der Baisse liegt in der Euphorie. Davon hatte es am Goldmarkt nach exorbitanten Anstiegen seit dem Jahrtausendwechsel allzu viel gegeben. Es musste also wieder abwärts gehen.

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Der Anlagestratege

Christoph Bruns ist Fondsmanager, Inhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG und Kolumnist für Handelsblatt Online.

Man denke etwa an die aufgestellten Automaten, an denen man ähnlich wie am Zigarettenautomaten Goldstücke erwerben kann. Es hat sich geradezu eine Verschwörungsindustrie entwickelt, die sich den Preisanstieg beim Gold als sichtbares Zeichen für den abermals herannahenden Untergang des Abendlandes zu deuten aufgefordert sah.

Mittlerweile befindet sich Gold in einer Baisse und ist damit unter den Rohstoffen der Welt in guter Gesellschaft. In der Rohstoffszene wurde bis Mitte 2011 von einem Superzyklus gesprochen, der dann aber jäh endete, so wie alle vorangegangen Super-Haussen ebenfalls.

Die Börsengeschichte ist bekanntlich nicht arm an spekulativen Übertreibungen, die schließlich korrigiert werden. Vor der Rohstoffeuphorie hatte in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts der amerikanische Wohnimmobilienmarkt deutliche Züge des Irrationalen angenommen. Und auch dort wurden die Warnungen vor unangemessen hohen Preisen nicht ernst genommen. Stattdessen wurde argumentiert, diesmal sei alles anders. Selbst die US-Notenbank Fed sah, wie man weiß, keinerlei Hinweise auf Übertreibungen bei der Immobilienpreisentwicklung.

So oder zumindest ähnlich hatte es auch beim Neuen Markt und der Dot.Com-Blase geheißen. Dort behaupteten die Protagonisten damals, es handele sich sogar um eine ganz neue Anlageklasse, die nicht mit herkömmlichen ökonomischen Maßstäben beurteilt werden dürfte. Im Überschwang der Euphorie verstieg man sich sogar zu einer Auffassung, der zufolge neue Bewertungsmaßstäbe wie beispielsweise ´Klicks pro Minute´ wesentlich wichtiger seien als Gewinn, Verschuldung und Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

18.04.2013, 11:21 Uhr

BU BU BU Bull**it!

DieterM

18.04.2013, 11:28 Uhr

Die Edelmetallpreise wurden heruntermanipuliert.
Wie schon unzählige Male seit vielen, vielen Jahren.....
Der Ausbruch kommt in ein paar Wochen / Monaten....
Bis dahin bleibt den letzten noch schlafenden Schafen gelegenheit sich ihre Zukunft etwas abzusichern

Account gelöscht!

18.04.2013, 11:31 Uhr

Quark mit Soße!

Bei den Vorgängen der letzten Tage handelt es sich um offensichtliche Marktmanipulation seitens der 'Herren des Geldes' via Comex&Co. (Papiergold).

Die Menschen sind weltweit aufgewacht und stimmen mit dem Geldbeutel darüber ab welches Geld (physisches Gold, Silber, etc.) sie präferieren, ganz nach Friedrich August von Hayeks Vorstellung des Geldwettbewerbs. Das paßt natürlichen den 'Eliten-Herren' nicht und sie knallen mit der Papiergoldpeitsche, damit die Schafe wieder schön in Reihe tanzen, es klappt aber irgendwie nicht so richtig.

Eine gute Analyse der Vorgänge der letzten Tage auch bei Langzeitaktivist Ted Butler nachzulesen:

http://silverdoctors.com/ted-butler-the-gold-silver-price-smash-who-what-how-and-why/

Dank an Frank Dolls gstrigen HB-Artikel, weiterführende Informationen auch in den jeweiligen Kommentaren:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/preisverfall-geheime-goldpolitik/8078608.html

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