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01.04.2006

10:00 Uhr

Bürokratieabbau

Fondsbranche hat Spielraum für Wachstum

VonStefan Seip

Das verwaltete Vermögen der deutschen Investmentfondsbranche bewegt sich mit 1,2 Billionen Euro auf Rekordniveau. Doch könnten die Wachstumschancen besser genutzt werden.

HB FRANKFURT. In den vergangenen Jahren wurde ein erheblicher Teil der in Deutschland abgesetzten Produkte über ausländische Niederlassungen deutscher Fondsanbieter aufgelegt. Das ist aus der Perspektive des Finanzplatzes Deutschland unbefriedigend. Inzwischen ist es Absicht der Bundesregierung, bei der Regulierung deutscher Investmentfonds nicht mehr über den Rahmen der EU-Gesetzgebung hinauszugehen. Die vom Bundesministerium der Finanzen angestoßene Novellierung des Investmentgesetzes bietet die Chance, hierzulande Bürokratie abzubauen und mehr Produktinnovation zu ermöglichen.

Damit einher geht eine größere Flexibilität und Standortorientierung in der Aufsichtspraxis, die sich in jüngerer Zeit konkret an der Zahl der in Deutschland aufgelegten Sondervermögen heimischer Anbieter ablesen lässt. Waren noch 2004 von den insgesamt 269 neuen Investmentfonds nur 17 Prozent deutsche Produkte, trugen 2005 bereits wieder 44 Prozent (von insgesamt 346 Fonds) den Stempel der deutschen Aufsicht. Es lohnt sich, diese positive Entwicklung in den nächsten Jahren weiter zu fördern.

Für die Standortqualität ist zudem wichtig, dass Investoren ihre Anlageentscheidung ohne rechtliche oder steuerliche Verzerrung treffen können. Investmentfonds sind für Anleger insbesondere im Hinblick auf die private Altersvorsorge attraktiv. Zu ihren Vorteilen zählen Risikostreuung, Flexibilität und Insolvenzsicherheit. Neuerdings werden daher auch Fonds angeboten, die in andere Anlageformen - wie Zertifikate - investieren.

Stefan Seip ist Hauptgeschäftsführer des  BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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