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02.10.2017

13:47 Uhr

Bundesbank

Banken sollen Klimagefahren ernstnehmen

Hurrikan „Harvey“ hat wohl mehr Schäden verursacht als „Katrina“ im Jahr 2005. Viele Verluste sind nicht versichert, weshalb auch Banken betroffen sind. Laut Bundesbank müssen sie den Klimawandel stärker beachten.

Laut Bundesbank sollen Banken Klimagefahren ernstnehmen AP

Hurrikan „Harvey“

Überflutungen durch „Harvey“: Der Hurrikan hat wohl Schäden in Höhe von 180 Milliarden Dollar verursacht.

FrankfurtDie Auswirkungen des Klimawandels für die Finanzwirtschaft sollten laut Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret stärker unter die Lupe genommen werden. Extreme Wetterphänomene beispielsweise könnten erhebliche Verluste für Staaten und Privatwirtschaft nach sich ziehen, sagte Dombret am Montag auf einer Veranstaltung in Singapur laut Redetext. „Falls Verluste nicht versichert sind, sind Banken und andere Finanzinstitute betroffen.“ Auch könnten die Kreditrisiken für Institute steigen, sollte sich die Ertragslage von Firmen verschlechtern. Die Finanzwirtschaft müsse zudem die Folgen von Änderungen in der Klimapolitik der Regierungen beachten. So hätten beispielsweise an den Börsen Aktien von US-Kohleproduzenten in den vergangenen Jahren starke Kursverluste erlitten.

Die jüngste Serie von Wirbelstürmen, die binnen weniger Wochen über Nord- und Mittelamerika hinweggezogen waren und dabei schwere Verwüstungen verursachten, haben die Klimapolitik verstärkt in die Schlagzeilen gerückt. Dombret verwies auf Berechnungen, wonach allein der Hurrikan Harvey Schäden in Höhe von 180 Milliarden Dollar verursacht haben könnte. Damit wären sogar die geschätzten 160 Milliarden Dollar an Kosten übertroffen, die 2005 der Wirbelsturm Katrina auslöste.

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„Wir mögen die Risiken identifiziert haben, aber wir wissen nicht wie gravierend sie sind. Das muss sich ändern“, sagte Dombret. Banken sollten beispielsweise Klimagefahren in ihrem Risikomanagement stärker berücksichtigen – etwa bei der Finanzierung langfristiger Projekte. Die Bankenaufsicht könne zudem dafür sorgen und sicherstellen, dass diese Risiken von den Geldhäusern auch beachtet und ernst genommen würden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

02.10.2017, 14:05 Uhr

Hauptkompetenz der verbliebenen Zentralbank (Bundesbank) ist die Geldversorgung sicherzustellen und die Target Salden zu verwalten.

Faszinierend ist es wenn sich die Ex - Zentralbank mit (öko)religiösen Themen wie dem "Klimawandel"* beschäftigt.
- Liegt das daran, dass die Bundesbank angesichts der Ungleichgewichte des € und der Geldschöpfungspolitik des Herrn Draghi resigniert hat?
- Hat die Bundesbank keine Aufgaben mehr?
- Möchte die Bundesbank damit um politisches Wohlgefallen bei der Kanzlerin buhlen?

*Der "Klimawandel" ist eine ökologische Weltuntergangssaga analog "Endliche Rohstoffe", "Waldsterben" die auf einer einst wissenschaftlichen Hypothese beruht. Gem. dieser Hypothese sollen sich die vernachlässigbaren CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in der Atmosphäre akkumulieren. Das unbedeutende Spurengas CO2 soll das Klima massgeblich beeinflussen.

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