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10.09.2015

17:42 Uhr

China

Zentralbank stützt Yuan offenbar mit Interventionen

Greift Chinas Zentralbank ein, um den Yuan vor der Abwertung zu schützen? Händler sind überzeugt, dass die PBOC versucht hat, Wechselkurse im In- und Ausland anzugleichen – ein ungewöhnlicher Schritt für die Notenbank.

Der Yuan-Kurs stieg auf 6,3918 je Dollar. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages, seit der Offshorehandel vor fünf Jahren aufgenommen wurde. dpa

Stärkster Anstieg seit Beginn des Offshorehandels

Der Yuan-Kurs stieg auf 6,3918 je Dollar. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages, seit der Offshorehandel vor fünf Jahren aufgenommen wurde.

FrankfurtHändlern zufolge hat China offenbar seine Bemühungen zur Stützung der Landeswährung Yuan ausgeweitet und damit versucht, die Wechselkurse im In- und Ausland anzunähern. Auf dem Offshore-Markt stieg der Yuan um rekordträchtige 1,2 Prozent. Es wurde spekuliert, die Zentralbank interveniere wieder, um die seit Monaten andauernden Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten einzudämmen.

Die Intervention war Händlern zufolge die jüngste in einer Reihe außerordentlicher Maßnahmen der chinesischen Behörden, den Kapitalabfluss zu bremsen und den Yuan nach der Abwertung im August zu stützen. Durch Angleichung der Wechselkurse im In- und Ausland versuche China, die Spekulation auf weitere Rückgänge zu dämpfen, sagten die Händler.

Der Yuan-Kurs stieg um 9 Uhr New Yorker Zeit auf 6,3918 je Dollar. Von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen, dass es der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages war, seit der Offshorehandel vor fünf Jahren aufgenommen wurde.

„Es gibt Gerüchte über Interventionen, die den Offshore-Yuan hochtreiben“, sagte Khoon Goh, Stratege bei Australia & New Zealand Banking Group Ltd in Singapur. „Es sieht so aus, als ob sie versuchen, die Abwertungserwartungen zu dämpfen und den Onshore-Offshore-Spread zu verringern.“ Es sei ungewöhnlich für die chinesische Zentralbank, außerhalb ihres Heimatmarkts zu intervenieren, merkte er an.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

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