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01.02.2012

18:24 Uhr

Chinas Börse

Schlechtes Omen, gute Aussichten

VonFinn Mayer-Kuckuk

In Hongkong und Shanghai mussten die Börsen zuletzt Einbußen verkraften. Doch Analysten blicken mit vorsichtigem Optimismus in das neue Handelsjahr und geben bereits erste Anlagetipps.

In einer Börse in Shanghai blicken Investoren auf die Kurstafel. dpa

In einer Börse in Shanghai blicken Investoren auf die Kurstafel.

PekingDer chinesische Aktienmarkt hat das neue Jahr nach dem traditionellen Kalender mit Verlusten begonnen. Das führende Kursbarometer Shanghai Composite lag nach der Neujahrspause knapp anderthalb Prozent im Minus. Auch in Hongkong zeigte die Kurstafel in den ersten Tagen des angebrochenen Drachenjahres überwiegend Verluste.

Abergläubische Investoren in Ostasien sehen darin ein schlechtes Omen für das gesamte Jahr – und werden darin von aktuellen Zahlen bestätigt: Die Immobilienpreise am wichtigen chinesischen Markt sind während der Feiertage weiter gesunken, während die Regierung sich in der Frage neuer Konjunkturpakete zunehmend stur zeigt und derzeit lieber das Geld zusammenhalten will. Immobilien- und Baufirmen gehörten zu den größten Verlierern.

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Doch gerade die akut schlechte Stimmung macht bei nüchternen Marktbeobachtern Hoffnung darauf, dass sich der Trend schon bald drehen könnte. Wenn der Regierung klar werde, wie viel Schaden eine knauserige Geldpolitik gerade jetzt anrichtet, werde sie ein Einsehen haben und wieder mehr Kapital unter die Leute bringen, lautet eine verbreitete Ansicht unter Ökonomen. „Investoren sollten asiatischen Aktien gegenüber konstruktiv bleiben“, raten Analysten der Credit Suisse in einer Markteinschätzung. Im Jahr des Drachen sollten die Anleger China, Hongkong und Indonesien übergewichten.

Die Credit Suisse empfiehlt konkret den Kauf von Aktien mit hoher Dividende mit hohem Bezug zur Binnenwirtschaft aus der Region. Auch örtliche Analysten halten Kursanstiege für möglich. „Die Sicht nach vorne ist gering, doch ich würde mit steigenden Kursen in der ersten Jahreshälfte rechnen“, sagt auch Marktexperte Zeng Hongyu von Guoyuan Securities in Shanghai.

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