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25.09.2012

10:14 Uhr

Christoph Bruns im Interview

„Uns wurde etwas vorgegaukelt“

VonJessica Schwarzer

Aktien sind derzeit gefragt bei Anlegern. Zu Recht? Handelsblatt Online sprach mit Fondsmanager Christoph Bruns über die aktuelle Börsenentwicklung, gefährliche Staatsanleihen - und warum er Nestlé-Aktien meidet.

„Geld hilft, Geld ist ein hervorragender Diener, Geld macht vieles einfacher. Ich habe das immer so gehalten wie der große Römer und Stoiker Seneca, der sagte, dass der Weise den Reichtum nicht liebt, ihn aber der Armut vorzieht. Das Leben ist doch sehr viel beschwerlicher, wenn man kein Geld hat.“Fondsmanager Christoph Bruns Frank Beer für Handelsblatt

„Geld hilft, Geld ist ein hervorragender Diener, Geld macht vieles einfacher. Ich habe das immer so gehalten wie der große Römer und Stoiker Seneca, der sagte, dass der Weise den Reichtum nicht liebt, ihn aber der Armut vorzieht. Das Leben ist doch sehr viel beschwerlicher, wenn man kein Geld hat.“

Fondsmanager Christoph Bruns

Herr Bruns, lassen Sie uns über Geld reden. Ist Ihnen Geld wichtig?
Ja, natürlich. Bis zu einem gewissen Punkt macht es sogar glücklich.

Geld macht glücklich? Eine unpopuläre Sichtweise…

Mag sein. Aber Geld hilft, Geld ist ein hervorragender Diener, Geld macht vieles einfacher. Vor allem, wenn man ein bequemer Mensch ist. Ich habe das immer so gehalten wie der große Römer und Stoiker Seneca, der sagte, dass der Weise den Reichtum nicht liebt, ihn aber der Armut vorzieht. Das Leben ist doch sehr viel beschwerlicher, wenn man kein Geld hat. Glückseelig macht Geld aber nicht.

Reichtum und Luxus bedeuten Ihnen also viel?

Ich bin ein rationaler Mensch, das sollte bei Ökonomen ja auch so sein. Reichtum und Luxus haben definitiv Vorteile, schließlich wird das Leben noch angenehmer. Die ganz Klugen der Welt wissen allerdings, dass man Reichtum ab einem bestimmten Punkt nicht mehr maximieren sollte. Man sollte hinlänglich viel Vermögen haben, denn Reichtum befreit natürlich. Aber dann kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, Dinge intellektuell auf eine neue Ebene heben, an sich selber arbeiten.

Ich habe mir gerade eine neue Tasche von Louis Vuitton gekauft. Eine Fehlinvestition?

Nein, wieso denn? Dinge, die uns eine Freude machen und die wir uns leisten können, sollten wir uns auch von Zeit zu Zeit gönnen. Es ist richtig, sich selber zu verwöhnen, sich einen Gefallen zu tun – nicht aber, andere zu beeindrucken. Ob es eine Tasche, eine Uhr oder ein Auto ist, spielt keine Rolle. Da hat jeder andere Präferenzen. Ich selber kaufe auch manchmal Dinge…

Was würden Sie wählen?

(lacht) Am liebsten Aktien. Die nutzen sich nicht so schnell ab.

An der Börse heißt es, Luxus läuft immer. Haben Sie Aktien von Luxusgüterkonzernen in Ihrem Fonds?

Ich habe mit Luxusaktien so meine Probleme. Meine Philosophie ist es, gute Unternehmen zu kaufen, wenn sie günstig bewertet sind. Luxusaktien waren aber schon vor der Krise sehr beliebt bei Anlegern und dadurch ziemlich teuer – einer solchen Bewegung laufen wir nicht hinterher.

Kommentare (5)

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hjkflsdkj

25.09.2012, 15:11 Uhr

gut dass der fonds nicht ständig dem Msci world hinterherhängt,aber man hat die chance auf die outperformance.bezahle ich dann fast 2% dass ich nur die chance habe????lächerlich...wenn die südländer die perlen sind,ok.nur wenn das Timing nicht stimmt,kann man die auch zu teuer eingekauft haben.ich hab meine telefonica um 9,29€ bekommen.Danke

Kleinanleger

26.09.2012, 05:00 Uhr

Der Mann nennt die Dinge beim Namen, das schmeckt natürlich nicht jemandem. Wer gibt schon gerne zu auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. Hinzu kommt des Deutschen sinnlose Sehnsucht nach Sicherheit. No risk no fun. Meine Tips lauten: Marfin INvestment A0B8KZ - Michaniki 894891 - Hellenic Telecom 903465 oder wenigstens für die ETF Liebhaber Lyxor ETF MSCI Greece. So sorgt man für das Alter vor und nicht mit dem Sparbüchlein.

hadima

26.09.2012, 10:14 Uhr

unsere Großtante, in bescheidenen Verhältnissen lebend, hat sich nach dem ersten Weltkrieg ein Bündel guter Aktien gekauft. Hat Inflation und zweiten Weltkrieg werthaltig überstanden, eine Tante aus der nächsten Generation hat dann ihren Lebensunterhalt damit bestritten, und auch für uns, die zahlreichen Nichten und Neffen, ist noch was übrig geblieben. Ich habe vor 20 Jahren aus der Erbmasse Aktien übernpmmen und schwöre seither auf diese Form der Kapitalanlage!

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