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27.11.2014

10:19 Uhr

Crash-Propheten warnen

„Der finale Kollaps wird definitiv kommen“

VonJessica Schwarzer

Schulden, Niedrigzinsen, Liquiditätsspritzen – das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn, sind die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich überzeugt. Und dieser Wahnsinn kann nur zu einem gigantischen Crash führen.

Matthias Weik (links) und Marc Friedrich sehen schwarz für unser Wirtschaftssystem.

Matthias Weik (links) und Marc Friedrich sehen schwarz für unser Wirtschaftssystem.

Sie sind Querdenker, wollen aber keine Pessimisten sein. Auch wenn ihr aktueller Bestseller „Der Crash ist die Lösung. Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihre Vermögen retten“ das vermuten lässt. Im Düsseldorfer Wirtschaftsclub sprechen Matthias Weik und Marc Friedrich über falsche Rettungspolitik, gigantische Schuldenberge, enteignete Sparer und Aktionäre sowie den besten Schutz des Ersparten für den Fall der Fälle.

Herr Weik, Herr Friedrich, sind Sie besonders pessimistische Menschen?
(lachen) Matthias Weik: Nein, wir sind optimistische Menschen.

Der Titel Ihres Buches lässt anderes ahnen?
Marc Friedrich: Der Titel ist leider das Resultat unserer Recherche. Wenn man rein objektiv die Fakten betrachtet, dann kann man durchaus pessimistisch werden. Aber wir sind nicht grundsätzlich negativ eingestellt. Wir sind Realisten.

Die Crash-Propheten

Matthias Weik...

... befasst sich seit mehr als zehn Jahren mit der globalen Wirtschaft und ihren Finanzmärkten. Arbeits- und Studienaufenthalte in Südamerika, Asien und Australien ermöglichten ihm teife Einblicke in das Wirtschaftsleben fremder Nationen.  Seit mehreren Jahren ist der Querdenker als unabhängiger Honorarberater tätig.

Marc Friedrich...

... studierte Internationale Betriebswirtschaftslehre. Während eines Aufenthalts in Argentinien erlebte er 2001 einen Staatsbankrott und dessen verheerende Folgen. Gemeinsam mit Matthias Weik hält er Seminare und Fachvorträge bei Unternehmen, Verbänden und an Universitäten.

Zwei Bestseller

Weik und Friedrich haben gemeinsam die Wirtschaftsbücher „Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ und nun „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“. Beide Bücher wurden Bestseller.

Weik: Wir erleben gegenwärtig eine gigantische Krise. Aber in einer solchen Krise steckt auch eine große Chance.

Friedrich: Die Krise ist keinesfalls gelöst, sondern von Notenbankern und Politikern mit viel Geld lediglich in die Zukunft verschoben worden.

Die Rettungsmaßnahmen der Notenbanken haben die Krise also nur in die Länge gezogen?
Friedrich: Absolut. Die Rettung ist eine Farce. Die Arbeitslosenzahlen in den Krisenländern pendeln immer noch um die Rekordniveaus und die Staatsverschuldung steigt von einem Hoch zum nächsten. Griechenland hat beispielsweise momentan eine höhere Staatsverschuldung als vor dem Schuldenschnitt.

Weik: Mit dieser beispiellosen Rettungsorgie haben wir den Bock zum Gärtner gemacht. All die Vertrauensbrüche, Lügen, Betrügereien. Erstes Opfer war die Demokratie.

Inwiefern?
Weik: Nehmen Sie doch nur den Rettungsfonds ESM. Der ist immun. Auch seine Mitarbeiter sind immun, können ihre Immunität nur selber aufheben. Damit bewegt sich der ESM außerhalb des Rechtssystems. Für uns als überzeugte Demokraten ist das unerträglich.

Friedrich: Zudem ist die Finanzbranche weltweit die einzige die sich außerhalb von Recht und Gesetz bewegt und sich aus allen überführten Machenschaften herauskaufen kann und dann so weitermacht wie zuvor.

Kommentare (50)

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Herr Niccolo Machiavelli

27.11.2014, 10:54 Uhr

Für diese Binsenweisheit ein ganzes Buch?

Es ist eine Mischung aus Dummheit und Gier in allen Schattierungen, welche diese desaströse Politik antreibt.

Jeder halbwegs klar denkende Mensch weiß es, doch wer interveniert?

Und die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt diesen himmelschreienden Wahnsinn noch mit dem Stimmzettel.

Herr Gerhard Kraus

27.11.2014, 10:54 Uhr

Einen Teil meines Vermögens -worauf das Buch verweist-rette ich schon mal, indem ich mir solche Bücher nicht aufdrehen lasse.
Klar kommt der Crash , aber die UDA druckt schon 60 Jahre Geld wie doof. Da haben wir noch ein paar Jährchen hin.
Vorher kommt erst ein Abwertung und nocheine un....

Herr Egon Olsen

27.11.2014, 10:55 Uhr

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