Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2015

16:47 Uhr

Dänemark

Dänische Notenbank steigert Negativzins

Die dänische Notenbank hat ihren Leitzins um 0,15 Prozentpunkte herabgesetzt und die Strafgebühren für Einlagen von Banken erhöht. Damit wollen die Währungshüter eine weitere Aufwertung der Krone bremsen.

Die dänische Notenbank hat ihren Leitzins auf 0,05 Prozent gesenkt. dpa

Die dänische Notenbank hat ihren Leitzins auf 0,05 Prozent gesenkt.

KopenhagenDie dänische Notenbank hat den Leitzins gesenkt. Dieser wurde um 0,15 Prozentpunkte herabgesetzt und liegt nun wie in der Euro-Zone bei 0,05 Prozent. Der Schlüsselzins für Einlagen wurde genauso stark reduziert auf minus 0,20 Prozent, wie die Zentralbank am Montag mitteilte. Damit wird es für Banken noch unattraktiver, ihr Geld bei der Notenbank zu horten, die dafür eine Art Strafgebühr erhebt.

Dänemark gehört nicht der Euro-Zone an, hat seine Währung allerdings an den Euro gekoppelt. Die Dänische Krone hatte in den vergangenen Monaten zur Gemeinschaftswährung zugelegt. Die Schweizer Notenbank hatte sich jüngst vom Euro gelöst und den Frankenkurs freigegeben.

Die Euro-Familie und der Rest der EU

Nachwuchs

Die Euro-Familie hat Nachwuchs bekommen: Mit Litauen sind von 2015 an 19 der 28 EU-Staaten Mitglied der Eurozone. Wie geht es weiter? Die meisten der anderen neun Länder haben keine Wahl. Fast alle müssen aufgrund der EU-Verträge der Währungsunion beitreten, sobald sie dafür reif sind.

Rumänien

Das Land will den Euro nach letztem Stand 2019 einführen. Dies hatte die Regierung Anfang Mai in Brüssel angemeldet. Allerdings ist die Zustimmung in der Bevölkerung kontinuierlich gesunken.

Tschechien

Der deutsche Nachbar ist nach Ansicht der Regierung noch längst nicht bereit für den Euro. Als möglichen Termin hat sie zuletzt das Jahr 2020 genannt.

Ungarn

Die rechts-konservative Regierung des Landes strebt in absehbarer Zeit nicht an, den Forint durch den Euro zu ersetzen: „Wir sprechen da nicht vom nächsten Jahr, sondern vom nächsten Jahrzehnt oder den nächsten zwei oder drei Jahrzehnten.“ In der Bevölkerung ist eine knappe Mehrheit der Bevölkerung für die Einführung des Euro.

Bulgarien

In dem Land ist der Euro derzeit kein Thema. Das Land werde den Euro einführen, „allerdings nicht um jeden Preis“, lautet das Credo der Regierung. Rund zwei Drittel der Bulgaren wollen die heimische Währung Lew nicht durch den Euro ersetzen.

Kroatien

Auch für Kroatien ist der Abschied von der Landeswährung Kuna kein Thema, zumal die Wirtschaft des jüngsten EU-Mitgliedslandes faktisch schon intensiv mit dem Euro arbeitet. So werden viele Preise auch in Euro angegeben. Notenbankchef Boris Vujcic hält einen Beitritt vor 2019 für unmöglich; die Öffentlichkeit ist gegen den Euro.

Vereinigtes Königreich

Die Briten haben das vertraglich zugesicherte Recht, das Pfund zu behalten, auch wenn sie für den Euro qualifiziert wären. Sie gehören nicht zum Europäischen Wechselkursmechanismus, der als „Vorzimmer“ zum Euro gilt. Bei den euroskeptischen Briten ist keine Abkehr von diesem Sonderweg in Sicht.

Dänemark

Auch die Dänen hat das Recht, sich gegen die Euro-Einführung zu sperren. Im Jahr 2000 entschieden sich die Dänen in einer Volksabstimmung dagegen, die eigene Krone zugunsten der Gemeinschaftswährung aufzugeben. Dänemark gehört zum Europäischen Wechselkursmechanismus.

Schweden

Die Schweden hatten sich in einer Volksentscheidung 2003 gegen eine Ablösung ihrer Krone durch den Euro ausgesprochen. Aktuell verhindert das Land einen Euro-Beitritt, indem es kein Mitglied des Wechselkursmechanismus ist. Vertraglich ist aber geregelt, dass Schweden beitreten muss, sobald es reif für den Euro ist.

Polen

Die Polen haben es mit dem Beitritt zur Eurozone nicht eilig. Die Regierung will sich noch nicht auf ein Datum für die Einführung des Euro festlegen. Es sei zu früh, einen Zeitpunkt zu nennen, heißt es in Warschau.

Die Dänische Krone gab nach der Zinssenkung zum Euro nach. Auch die Währung des skandinavischen Nachbarlandes Schweden weitete ihre Kursverluste zum Euro aus.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

19.01.2015, 17:22 Uhr

So fällt der Euro unaufhaltsam seiner Wertlosigkeit entgegen.

Erst zur Schweiz, dann zu den Skandinaviern, dem US-$ sowieso.
Dann werden mit dem wertlosen Euro die schönen Exporte bezahlt, aber niemand kann sich dann etwas dafür kaufen.

In Europa gab es das schon mehrmals - Schuld war damals immer Deutschland.
Nun schon wieder?

Account gelöscht!

19.01.2015, 17:57 Uhr

Dänische Notenbank steigert Negativzins



-----------------------------------------------------------


Desto mehr man sich für den negativ Zinsen in Europa

einsetzt...

desto mehr EU-kapital beginnt die Flucht in dem USA...

und in GOLD.

Steigt der Goldpreis...

haben die Sanktionen gegen Russland kein Wert mehr...

weil Russland und CHINA ( eurasische Union )

genügend Edelmetall Reserven haben . :-)))

wo ist die Intelligenz der EZB und der EU ???






Hein Bloed

19.01.2015, 18:05 Uhr

Lieber einen kleine Abgabe als den Euro. Unglaublich dieses
EU-Geld, hart wie die Mark Ha,Ha,Ha wieder mal vera...t

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×