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16.12.2016

13:41 Uhr

Dax 2016 - Gewinner und Verlierer

Achtung, Risiko!

VonJessica Schwarzer

Für Dax-Anleger scheint das Jahr versöhnlich zu enden. Der deutsche Leitindex eilt von Jahreshoch zu Jahreshoch. Doch wer auf Einzelaktien setzt, geht ein hohes Risiko ein – und ignoriert das A und O der Geldanlage.

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DüsseldorfWer hätte das gedacht: Nach dem völlig verpfuschten Jahresauftakt, hat es der Dax doch noch ins Plus geschafft. Es war immerhin der schwächste Start in ein Börsenjahr, den der Dax jemals aufs Parkett gelegt hat. Um mehr als 20 Prozent ging es in den ersten Wochen des Jahres abwärts. Die Erholung folgte zwar recht schnell, aber so wirklich in die Gänge kam der Dax nicht.

Im Gegensatz zu anderen Indizes wie beispielsweise dem amerikanischen Dow Jones, der 2016 mehr als 13 Prozent zulegte, hinkt der deutsche Leitindex deutlich hinterher. Nur etwas mehr als vier Prozent liegt der Dax in diesem Jahr im Plus. Das ist noch kein besonders gutes Ergebnis – Gold beispielsweise war mit mehr als sieben Prozent Zuwachs das bessere Investment –, aber die Jahresendrally könnte noch weitergehen.

Hatten Anleger auf die drei Topwerte gesetzt hätten, konnten sie sich über satte Gewinne freuen: Die Aktie des Sportartikel-Herstellers Adidas hat binnen Jahresfrist gut 60 Prozent zugelegt. Die Aktien des Stahlkonzern Thyssen-Krupp schafften immerhin ein Plus von 28 Prozent, dicht gefolgt von Siemens mit 27 Prozent.

Wie die Welt im Jahr 2015 ihr Geld anlegt

Nordamerika

Anlageklassen in Prozent des Brutto-Geldvermögens

Bankeinlagen: 14 Prozent

Wertpapiere: 51 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 32 Prozent

Sonstige Forderungen: 3 Prozent

Quellen: Allianz Wealth Report (Nationale Zentralbanken und Statistikämter, Allianz SE)

Westeuropa

Bankeinlagen: 30 Prozent

Wertpapiere: 27 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 40 Prozent

Sonstige Forderungen: 3 Prozent

Osteuropa

Bankeinlagen: 54 Prozent

Wertpapiere: 28 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 10 Prozent

Sonstige Forderungen: 8 Prozent

Asien

Bankeinlagen: 44 Prozent

Wertpapiere: 41 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 13 Prozent

Sonstige Forderungen: 2 Prozent

Hinweis: Japan ist in dieser Kategorie nicht gelistet

Japan

Bankeinlagen: 53 Prozent

Wertpapiere:18 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 28 Prozent

Sonstige Forderungen: 1 Prozent

Ozeanien

Bankeinlagen: 23 Prozent

Wertpapiere: 24 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 52 Prozent

Sonstige Forderungen: 1 Prozent

Lateinamerika

Bankeinlagen: 23 Prozent

Wertpapiere: 41 Prozent

Versicherungen und Pensionen: 33 Prozent

Sonstige Forderungen: 3 Prozent

Zugegeben, nur drei Werte im Depot zu haben, das wäre nicht nur sehr übersichtlich, sondern vor allem ganz schön riskant. Und die Gewinner des aktuellen Jahres müssen nicht zwangsläufig die Gewinner der kommenden Monate sein. Die Favoriten der Investoren ändern sich. Liegt ein Anleger nur mit einer Aktie falsch, stehen 33 Prozent seines investierten Vermögens im Feuer.

Nicht umsonst sagte der legendäre John Templeton einst: „Der einzige Investor, der nicht diversifizieren sollte, ist derjenige, der immer 100 Prozent richtig liegt.“ Nun überrascht diese Aussage aus seinem Mund natürlich nicht, schließlich hat er den Aktienfonds erfunden.

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Der Starinvestor hält jetzt Papiere von vier verschiedenen Airlines – und bleibt Wells Fargo treu.

Doch das mindert nicht die Gültigkeit seiner Aussage. Im Gegenteil. „Dieser Spruch ist nicht nur eine Börsenweisheit, sondern ein zeitloser Grundsatz gewinnbringender Geldanlage“, sagt Anja Welz, Vorstand bei der Laureus Privat Finanz, einer Tochter der genossenschaftlichen Sparda Bank West.

Risikostreuung – im Börsendeutsch Diversifikation – ist das A und O der Geldanlage. Oder um eine andere Börsenweisheit zu zitieren: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“ Schließlich wären alle Eier kaputt, würde der Korb herunterfallen. Sicherer ist es, die Eier auf mehrere Körbe zu verteilen. Es werden schon nicht alle gleichzeitig auf dem Boden landen.

Kommentare (9)

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Herr Tom Schmidt

16.12.2016, 14:02 Uhr

Tja... nur wenn ich auf wenige Qualitätstitel setze und mache Verluste, dann kann ich diese aussitzen (oder um es mit der alten Bankiers-Regel zu sagen: Hin und her, Taschen leer).

Das Problem beim Aktienfonds ist, dass ich keine Möglichkeit habe zu verhindern, dass mir der "schlaue" Fondsmanager in der Krise die Verluste realisiert...

Und unterm Strich... kauf ein Fonds schafft die Performance des Index... der Manager will ja seine Boni bezahlt haben...

Herr Old Harold

16.12.2016, 14:35 Uhr

Lustiger Beitrag!

Ich hatte mein Erspartes früher auch in Aktienfonds investiert. Weil ich zu dumm und zu faul war, mir um mein sauer verdientes Geld Gedanken zu machen.

Die Strafe folgte auf den Fuß:

Verluste bis zu 80 %. Das scherte die Fondsverwalter wenig. Die kürzten sich am Jahresende dennoch ihre Managementgebühr.

Seit Jahren verwalte ich mein Portfolie jetzt selber.

Letztes Jahr + 22 %. Dieses Jahr + 8,2 %.

Herr Chris Woodley

16.12.2016, 14:42 Uhr

Achtung, Jessica !

Alle paar Wochen einen Artikel raushauen und im Endeffekt auch keine Ahnung haben. TOP.


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